3 Replies Latest reply on Feb 6, 2019 8:23 PM by ronita16 RSS

    Falsche Bestätigung zur Vertragsverlängerung - Widerruf nicht bestätigt

    ronita16

      Hallo,

       

      ich hatte mein langjähriges SKY-Abo am 06.10.2018 und damit fristgerecht zum 31.01.2019 gekündigt (postalisch per Einschreiben). Im November 2018 erhielt ich hierfür auch eine entsprechende schriftliche Kündigungsbestätigung seitens SKY (ebenfalls postalisch).

       

      Am 22.01.2019 habe ich telefonisch ein Angebot seitens SKY zur Vertragsverlängerung angenommen und damit meine Kündigung zurückgenommen. Das Angebot: 34,99 Euro monatlich statt wie bisher 61,49 Euro monatlich für 24 Monate Laufzeit beginnend ab dem 01.02.2019. Dazu 29 Euro einmalige Anschlussgebühr. Über Letztere habe ich mich geärgert, weil ich es a) grundsätzlich nicht verstehe, warum SKY von seinen Bestandskunden Anschlussgebühren nimmt, denn es muss ja gar nichts angeschlossen / freigeschaltet werden und b) hatte ich im November 2018 bereits ein Angebot zur Vertragsverlängerung erhalten für ebenfalls 34,99 Euro monatlich auf 24 Monate Laufzeit, aber OHNE diese Anschlussgebühr. Und dieses Angebot, welches mir im November telefonisch unterbreitet wurde, sollte laut Aussage der Mitarbeiterin an der SKY-Kundenhotline angeblich Gültigkeit haben bis 31.01.2019. Ich hätte also Zeit bis dahin, mich zu entscheiden, und diese Zeit wollte ich mir auch nehmen, weil ich noch unentschlossen war. Davon wollte man am 22.01.2019 dann nichts mehr wissen. Grundgebühr war zwar noch dieselbe beim Angebot vom 22.01.2019 (nämlich nach wie vor 34,99 Euro monatlich), aber plötzlich eben zusätzlich einmalig 29 Euro Anschlussgebühr, welche angeblich unumgänglich sei. So unumgänglich kann die ja gar nicht sein, wenn ich a) viele Menschen kenne, die diese Anschlussgebühr bei Vertragsverlängerung nicht gezahlt haben und b) es mir selbst ja im November 2018, angeblich mit Gültigkeit bis 31.01.2019, auch schon ohne diese Anschlussgebühr angeboten wurde.

       

      Nun ja, letztendlich dachte ich dann, sei es drum, nehme ich dennoch an, und verlängerte meinen Vertrag zu den genannten Konditionen 34,99 Euro monatlich für 24 Monate Laufzeit ab 01.02.2019 plus einmalig 29 Euro Anschlussgebühr.

       

      Schon 3 Tage später, also am 25.01.2019, kam die entsprechende Bestätigung dieser meiner Vertragsverlängerung. Ich war positiv überrascht, wie schnell das ging. Ich hatte darum gebeten, mir diese postalisch zuzuschicken, was auch so erfolgte. Dann aber das böse Erwachen: die 29 Euro Anschlussgebühr, über die ich mich so geärgert hatte, waren das einzige, was auf der Bestätigung stimmte! Statt 34,99 Euro monatliche Gebühr wie am 22.01.2019 telefonisch vereinbart, standen dort plötzlich 50,99 Euro monatliche Gebühr. Ein Preis, von dem nie die Rede war, den ich so nie gehört hatte, und dem ich so auch nie zugestimmt hätte.

      Aber es kommt noch besser: als zu zahlender Betrag für 24 Monate stand dann das doppelte auf der Bestätigung: 102,48 Euro monatlich!

       

      Ein direkter Anruf bei der Kundenhotline brachte die so allseits beliebte Erklärung vieler Unternehmen hervor: ja, da liegt ein "systembedingter Fehler" (Ein Schelm, wer …) vor. Sie haben das völlig falsche Angebot erhalten, und es gab eine doppelte Vertragsanlage. Auf meinen Hinweis, dass es ja nicht nur eine doppelte Vertragsanlage sei, sondern auch der veranschlagte Grundpreis von 50,99 Euro monatlich schon per se falsch ist und nicht den telefonischen Vereinbarungen vom 22.01.2019 entspricht, ging man nicht näher ein. Finale Antwort: das wird jetzt an "die Fachabteilung" weitergegeben, die das bearbeiten kann, und dann wird der Vertrag korrigiert. Man sei ehrlich, das könne zwischen 2 und 4 Wochen dauern, bzw. eigentlich könne man gar nicht richtig prognostizieren, wie lange es dauert. Bis dahin riet man mir, solle ich doch einfach meine Einzugsermächtigung widerrufen, damit die falschen Beiträge (102,48 Euro ab Februar 2019!) nicht abgebucht, sondern stattdessen Rechnungen geschickt würden. So gewinne man Zeit, die "die Fachabteilung" dann nutzen würde, um die Vertragskorrektur durchzuführen.

       

      Darauf ließ ich mich telefonisch natürlich nicht ein, denn a) müsste ich dazu einer Kundenhotline vertrauen, die mich schon hinsichtlich des plötzlich nicht mehr gültigen Angebotes ohne Anschlussgebühr aus November 2018 enttäuscht hatte und der ich nicht mehr vertraue und b) würde, würde ich einfach untätig abwarten, meine 14-tägige Widerrufsfrist bei Fernabsatzverträgen verstreichen, und ich würde letztlich diesem völlig falsch ausgestellten Vertrag mit den 102,48 Euro für zwei Jahre zustimmen.

       

      Also habe ich einen rechtsgültigen Widerruf gesendet: direkt noch am 25.01.2019 per E-Mail an service@sky.de (E-Mail sowie Empfangsbestätigung gespeichert), und am 28.01.2019 parallel dazu sicherheitshalber noch postalisch per Einschreiben mit Rückschein. Dass ich damit rechtlich auf der sicheren Seite bin, weiß ich.

      Auf meinen Widerruf per E-Mail erhielt ich sogar nur zwei Tage später eine E-Mail-Antwort von SKY, in der es dann aber nur hieß, ich solle mich gedulden. Erst einmal müsste "die Fachabteilung" jetzt meinen Vertrag korrigieren (doppelte Anlage, systembedingt usw.), dann erst könne man meinen Widerruf bearbeiten. Ich habe daraufhin postwendend noch am gleichen Tag (27.01.2019) per E-Mail geantwortet, dass ich darauf hinweise, dass in den SKY AGBs, auf die SKY ja selbst auch immer so gern verweist, wenn es darum geht, was der Kunde einhalten muss, steht, dass ein Widerruf innerhalb von 14 Tagen vollständig bearbeitet und abgewickelt werden muss, inklusive aller Rückzahlungen von evt. zuviel gezahlten/abgebuchten Beträgen. Damit darf SKY rechtlich gesehen 14 Tage nach dem 25.01.2019 nicht mehr von meinem Konto abbuchen. Da ich aber gelesen hatte, dass SKY dies gern trotzdem macht, und gern alles erst 1-2 Monate später dann "rückabwickelt", habe ich SKY zusätzlich direkt mein SEPA-Lastschriftmandat und damit die Einzugsermächtigung auf mein Bankkonto entzogen - dies ebenfalls im E-Mail-Wechsel sowie postalisch in dem Einschreiben mit Rückschein.

       

      Meine Fragen:

       

      1. Ich habe hier schon von zahlreichen ähnlichen Fällen gelesen. Ich scheine kein Einzelfall zu sein, und SKY spielt dann wohl gern die Verzögerungstaktik, und bucht weiterhin ab. Kann ich bei meinem geschilderten Fall ohne Bedenken evt. Beitragsabbuchungen ab Februar 2019 per Rücklastschrift über meine Bank wieder zurückholen? Meine ursprüngliche Kündigung greift ja nun wieder zum 31.01.2019, sprich ab 01.02.2019 besteht zwischen SKY und mir kein Vertrag mehr. 102,48 Euro, was ja ein vollkommener Phantasiebetrag seitens SKY und sogar fast doppelt so hoch wie mein jetziger Beitrag ist, sind kein Pappenstiel, und wenn ich hier von 4-5 Wochen Bearbeitungszeit eines Widerrufs lese, dann könnte das bedeuten, dass SKY das sogar noch zweimal, im Februar und im März 2019, abbuchen könnte, und ich strecke am Ende über 200 Euro vor für einen Vertrag, der nicht existent ist, und erhalte das erst im April wieder?

       

      2. Gilt die E-Mail-Antwort vom 27.01.2019 seitens SKY, dass Sie erst die Vertragskorrektur durchführen müssten, und dann erst könnten Sie meinen Widerruf bearbeiten, als Widerrufsbestätigung?

       

      3. Gesetzt den Fall, dass SKY mehrere Wochen benötigt, um meinen Widerruf zu bearbeiten (was ja angesichts der zahlreichen Erfahrungen, die man hier im Forum liest, wahrscheinlich erscheint), würde das ja vermutlich auch bedeuten, dass das Bild noch nicht, wie es eigentlich sein müsste, am 01.02.2019 schwarz wird bei mir. SKY kann mir dann aber wohl nicht später diese Zeit in Rechnung stellen, in der das Programm nach Beendigung des Vertrages, also ab 01.02.2019, noch lief, nur weil es SKY nicht geschafft hat, den Widerruf schnell zu bearbeiten?

       

      4. Schickt SKY einem Kunden nach einem getätigten Widerruf zur Vertragsverlängerung eigentlich nochmal ein neues Verlängerungsangebot, wenn der Widerruf der Vertragsverlängerung eindeutig (und das habe ich sowohl in meiner E-Mail als auch in meinem Einschreiben eindeutig erwähnt) nur deswegen vom Kunden ausgeübt wurde, weil SKY sich nicht an die telefonischen Absprachen hielt und einen völlig anderen Vertrag bestätigte, mit absurdem Preis, der so nie besprochen war? Sprich, der Kunde ursprünglich eine ganz andere Absicht hatte, aber unter diesen falsch ausgeführten Bedingungen quasi keine andere Wahl mehr hatte, als einen Widerruf zu tätigen, um nicht auf den völlig falsch ausgestellten Konditionen seitens SKY sitzen zu bleiben? Der Fehler liegt hier ja eindeutig und ausschließlich nur bei SKY! Eigentlich wollte ich ja verlängern. Nach dem völlig falsch ausgestellten Vertrag und einer schwammigen Aussage an der Kundenhotline, das würde 2-4 Wochen in der Bearbeitung dauern, das Angebot anzupassen, musste ich aber natürlich handeln und rechtsgültig widerrufen, da ich sonst am Ende auf den 102,48 Euro monatlich sitzenbleibe. Rein rechtlich hätte ich jedenfalls nichts mehr dagegen unternehmen könnte, hätte ich mich einfach mal so auf die telefonische Aussage der Kundenhotline verlassen, dass das Angebot korrigiert wird und 14 Tage verstreichen lassen. Und solange hätte ja "die Fachabteilung" auf jeden Fall gebraucht, um eine Vertragskorrektur durchzuführen. Da der Verlust meines 14-tägigen Widerrufsrechts zu einem völlig falsch ausgestellten Vertrag im Raum stand, konnte ich dieses Risiko natürlich nicht eingehen und habe den Widerruf ausgesprochen. Prinzipiell wäre ich weiterhin bereit zu verlängern, wobei ich momentan ob dieser unschönen Erfahrung generell und zunehmend am Überlegen bin, ob es das wert ist. Diese meine Frage stellt keine Willensbekundung dar, meinen Widerruf zur Vertragsverlängerung zurückzuziehen. Dieser bleibt bestehen. Ich wollte damit lediglich gesagt haben, dass ich weiterhin bereit wäre, mir ein Angebot seitens SKY anzuhören. Es würde natürlich umso interessanter für mich werden, je besser das Angebot wäre.

      Vielleicht findet ein Moderator ja Zeit, sich die Sache einmal anzusehen. Das wäre natürlich toll!

       

      Beste Grüße!

       

      MOD-EDIT: per PN geklärt

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