17 Antworten Neueste Antwort am 12.03.2016 21:10 von inaktiv214 RSS

    Sonderkündigungsrecht ja/nein

    heisenberk

      Hallo zusammen,

       

      mein Sky Abo läuft zum 31.01.2016 aus. Die normale Kündigungsfrist ist demnach schon abgelaufen. Gestern erhielt ich eine Email von Sky mit der Nachricht, dass der Preis zum 01.02.2016 um 2,09€ erhöht wird. Mein derzeitiger monatlicher Beitrag liegt bei 29,99€, ab dem 01.02.2016 bezahle ich 46,90€.

       

      Laut den AGBs besteht ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen über 5% "des bis zum Zeitpunkt der Erhöhung geltenden Abonnementbeitrages". Wenn ich das richtig verstehe, bezieht sich das also auf die 29,99€ und wären somit mehr als 5%, demnach habe ich ein Sonderkündigungsrecht. Ist das korrekt?

       

      Wenn ja, gibt es spezielle Kündigungsformulare für diesen Fall?

       

      Mit freundlichen Grüßen

       

      Kevin

        • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein
          werderaner

          Nein, das siehst Du in diesem Fall falsch. Bei 29,99€ wären 5% tatsächlich 1,50€, die Preiserhöhung bezieht sich aber auf die 46,90 die Du ab dem 1.2. zahlst weil erst zu diesem Datum der Preis erhöht wirst. Damit liegst Du dann unter den 5% (das wären 2,35€).

            • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein
              heisenberk

              Das ist mir nicht so ganz klar, es steht doch wörtlich "des bis zum Zeitpunkt der Erhöhung geltenden Abonnementbeitrages" in den AGBs. Wenn jetzt die Preiserhöhung am 02.01.2016 fällig würde und der Abo-Beitrag von 46,90€ ab 01.02.2016 würde ich das verstehen. Aber bis zum 31.01.2016 23:59 Uhr beträgt mein Abo-Beitrag doch 29,99€, die Preiserhöhung gilt ab dem 01.02.2016 00:00 Uhr. Hat schon jemand Erfahrungen mit genau dieser Problematik gemacht?

            • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein
              onzlaught

              Stritig ist wohl auch, ob als 100% der tatsächliche abgebuchte Betrag oder die theoretischen Abokosten zählen.

               

              Ich rate zum Beratungsgespräch beim Fachanwalt.

                • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein

                  Hallo heisenberk 

                   

                  vielen Dank für Deine Anfrage. Die Preisanpassung bezieht sich auf die bis zum Zeitpunkt der Anpassung geltenden Abonnementbeiträge, nicht auf den gezahlten Betrag nach Abzug von Gutschriften. Somit liegt die Erhöhung bei unter fünf Prozent.

                   

                  Gruß, Björn

                    • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein
                      harry

                      Genau das ist der Punkt: Sky geht unverständlicherweise (und zu Lasten der Kunden) in seiner Argumentation von dem Bruttobeitrag für ein Abo aus. Zumindest dann wenn Kunden darauf hinweisen, dass sie doch für ihr Abo einen niedrigeren Zahlbeitrag leisten.

                       

                      Dabei argumentiert Sky auf seiner eigenen Website genau mit dem Nettobeitrag. Zitat "...da die Kostensteigerung weniger als 5 Prozent der zu entrichtenden Gesamtgebühr beträgt." Siehe Konditionen - Sky

                       

                      Es geht also auch bei Sky um die zu entrichtende Gesamtgebühr - nicht um Brutto oder theoretische Kosten.

                       

                      Ich habe exakt das gleiche Problem mit Sky und bin bereits in anwaltlicher Vertretung. Die Chancen sind hier sehr gut. Zudem sei auch hier auf das BGH-Urteil aus 2007 gegen Premiere/Sky verwiesen. Da Sky seinen Kunden keine detallierten und damit nachvollziehbaren/transparenten Informationen zukommen lässt im Rahmen der Preiserhöhung, sind die AGB für uns Kunden intransparent und definitiv anfechtbar. Damit erledigt sich dann auch sämtliche weitere Argumentation von Sky gegen eine außerordentliche Kündigung.

                       

                      Mein Tipp: Bleib dran und lass dich nicht durch beharrlich irritierende und nicht rechtskonforme Argumente beirren.

                  • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein
                    fiutare

                    Tja Leute, willkommen beim teuersten Dauerwerbesender aller Zeiten. Und damit auch gleichzeitig beim unlautersten schlitzohrigsten und unfairsten Unternehmen.

                     

                    Man findet in diesem Forum genügend Beiträge zu diesem vom Threadersteller beschriebenen Vorgehen.

                     

                    DIese Preiserhöhungen sind natürlich Methode. 6 Wochen vor Ablauf des Vertrags und unter 5%. Das ist so dreist, dass es schon wieder lustig ist. Ich werde diesen sky-Quatsch noch eine Weile mitmachen, weil ich (noch) jede Woche Bundesliga kucken will. Irgendwann lässt dieses Verlangen nach und dann heißt es "Ciao sky". Aber auch so wünsche ich sky die Pest an den Hals, das ist so ziemlich der widerwärtigste Vertragspartner, der mir in meinem inzwischen langen Leben über den Weg gelaufen ist.

                     

                    Abgesehen davon ist es ratsam, seinen Vertrag routinemäßig zu kündigen. Ein Freund von mir macht das seit Jahren so. Lasst euch nicht von den angedrohten 100.-€ Bereitstellungsgebühr bei neuem Abschluss abschrecken, man muss nur cool abwarten, kurz vor der Angst knicken die ein und erlassen die Gebühr, Hauptsache neuer Vertrag. Die haben das sowas von nötig.

                    Ich werde das jetzt auch so machen. War bisher zu bequem.

                     

                    Salute.

                      • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein

                        Wenn doch die BuLi- Sucht nicht wäre . Wie bisher "sehr selten" erwähnt, warten viele Kunden (auch ich) auf die Entscheidung der BuLi- Rechtevergabe ab 2017. Danach können wir uns um unser weiteres Vorgehen bezüglich des Sky- Vertrags kümmern. Verlängerung, Kündigung, Teilkündigung,  Recht auf Sonderkündigung wahrnehmen. Bis dahin leben wir "Fussball- Süchtigen" mit Sky weiter. Mit Werbung und allen Anderen "Merkwürdigkeiten", die Sky seit Monaten zu bieten hat.

                      • Re: Sonderkündigungsrecht ja/nein

                        Nur zur Ergänzung:

                        Eine einseitige Preiserhöhung bedeutet grundsätzlich immer ein Sonderkündigungsrecht.

                        In den Sky-AGB von 2014 ist jedoch eine Preisanpassungsklausel bis zu 5 % formuliert. Dieser Vorbehalt ist an bestimmte Bedingungen geknöpft, aber die mal außen vor.

                         

                        Ohne diese AGB-Klausel würde auf jeden Fall das Sonderkündigungsrecht gelten, klar, unstreitig.

                         

                        Die Besonderheit bei Sky ist, dass eine große Zahl der Verträge ohne AGB abgeschlossen worden sind, also dass beim telefonischen Vertragsschluss versäumt wurde, die Sky-AGB wirksam einzubeziehen, was telefonisch auch kaum praktisch umsetzbar ist. Natürlich behauptet Sky, dies sei nicht so, doch vor Gericht musste Sky dies zugeben.

                         

                        Ohne AGB im Vertrag (also bei telefonischen Verträgen/Verlängerungen) besteht ein Sonderkündigungsrecht zum Stichtag der Preiserhöhung (ohne Frist).