1 2 3 Anfang Zurück Weiter Ende 754 Antworten Neueste Antwort am 27.11.2018 09:25 von roi_danton RSS

    Sportrechte National /International

    klausi67

      Da es hier immer wieder um Sportrechte geht dachte ich wäre ein eigener Thread doch mal interessant und fange mal an

       

      als erstes sieht es aus als Sky Italien ein wenig tiefer in die Tasche greifen muss für die Serie A oder sie ganz verliert

       

      Bereits einmal gescheitert, sind die Rechteverhandlungen der Serie A. Auch in der zweiten Runde fielen die Angebote der TV- und Telekommunikations-Konzerne so unbefriedigend aus, dass die Serie A eine dritte Runde gestartet hat und in Einzelgesprächen versucht hat auszuloten, was noch drin sei. Zwar haben Sky Italia und Mediaset ihre Angebote so weit erhöht, dass die Gesamtsumme nun von 760 Mio Euro auf 830 Mio Euro gestiegen ist, aber noch weit von dem von der Serie A gesetzten Ziel der 1,05 Mrd Euro entfernt.

      Die Serie A hat daher Gespräche mit der Rechteagentur Mediapro aufgenommen, die für alle Pakete in der zweiten Runde, je nach Quelle, 930 oder 950 Mio Euro geboten haben sollen.

      Sky Italia hat auf diese Ankündigung mit einem neuen Angebot für das Gesamtpaket reagiert. Sky Italia soll innerhalb ihres neuen Angebots auch angekündigt haben, Teile der Pakete an andere Betreiber „fair und unparteiisch“ zu sublizenzieren – also ggf. auch an den Erzfeind Mediaset.


      beim Basketball scheint auch Bewegung drin zu sein und auch dort ist wohl Perform mit dran

       

      Der europäische Handballverband EHF hat Verhandlungen mit Infront und der Perform Group über einen gemeinsamen Vermarktungsvertrag für Klub- und Nationalmannschafts-Wettbewerbe begonnen. Infront und Perform gingen als Sieger aus einer Ausschreibung der EHF hervor. Die EHF hat zwei weitere Kandidaten in der Hinterhand, sollten die Verhandlungen mit Infront und Perform scheitern.

       

       

      einen ersten Deal gibt es für die PL

       

      Die Premier League hat den ersten(?) Deal für die nächste Rechteperiode abgeschlossen und „the winner is…“ die BBC, die sich die Spieltags-Highlightrechte für „Match of the Day“ von Sommer 2019 bis Sommer 2022 sichern konnte. Für 80,4 Mio Euro pro Saison (aktuell: 77,6 Mio Euro).

       

       

      und nun zum Abschluss heute noch NFL

       

      Als Favorit für das nächste Thursday Night Football-Paket der NFL soll FOX gelten, die lt. SportsBusinessDaily ein höheres Angebot als die beiden derzeitigen Rechtehalter CBS und NBC gemacht haben sollen. FOX soll 11 Thursday Night Games bekommen, die mit dem NFL Network und einem noch nicht ermittelten digitalen Partner geteilt werden.

        • 1. Re: Sportrechte National /International
          jimgordon

          sieht so aus, als wären die Rechteinhaber in Italien zu gierig. Als würden die "TV-Sender" nicht so viel zahlen wollen, wie die gierigen Verbände wollen

          • 2. Re: Sportrechte National /International
            klausi67

            Jap sieht es, aber mit MediaPro scheint ja jemand Zahlen zu wollen...

            • 3. Re: Sportrechte National /International
              scarface110987

              Und die Serie A ist auch nicht mehr das was sie mal war, daher find ich das Ziel von über 1 milliarde auch total überzogen, das ist sie nie im leben wert

              • 4. Re: Sportrechte National /International
                ziggy4711

                Dem kann ich nur zustimmen...

                • 5. Re: Sportrechte National /International
                  Didi Duster

                  Das ganze Geschachere um die Rechte hat mit Sport bald nichts mehr zu tun. Diese Entwicklung im ehemaligen Volkssport Fußball ist zwar zeitgemäß, trotzdem hoffe ich, dass diese Blase bald platzen wird.

                  Vernünftige Gehälter für Spieler, sowie entsprechende Gewinne für Verbände und Vereine sind ja nicht zu verneinen, aber was da heutzutage so abgeht, hat mit einer gesunden Entwicklung auch nicht das Entfernteste gemein!

                  Und dann beschwert sich ein BvB Torwart, dass die hart arbeitenden Zuschauer auch noch pfeifen, wenn die Leistung, also der Gegenwert für die Eintrittsgelder, nicht stimmt. Solche Mimosen sollen einmal darüber nachdenken, wie gut sie eigentlich für ihre "Ballkünste" bezahlt werden!

                  Sorry - mußte mal sein!

                  • 6. Re: Sportrechte National /International
                    klausi67

                    Der NFL-Thursday Night-Football-Deal mit FOX ist durch. Das elf Spiele umfassende Paket wurde diesmal gleich für fünf Jahre vergeben und kostet FOX 550 Mio US$ pro Saison (andere Quellen sprechen von 660 Mio US$). Zum Vergleich: NBC und CBS haben zusammen 450 Mio US$ pro Saison je 13 Spiele 2016 und 2017 gezahlt. NBC und CBS sollen diesmal geringere Angebote abgegeben haben. ABC/ESPN erwogen ein Angebot, machten aber einen Rückzieher. Turner Sports hat nicht mitgeboten.

                    Die Laufzeit des Vertrages ist nun „in sync“ mit den anderen TV-Verträgen, die ebenfalls alle zum Ende der 2022er-Saison auslaufen.

                    Thursday Night Football zieht weiterhin hohe Quoten an, aber die Quoten sind seit zwei Jahren im Fallen (NBC: 21% ggü 2016, CBS: 20% ggü 2015) und NBC und CBS ließen durchblicken, dass sie die Kosten für die Übertragungen nicht eingespielt haben.

                    Die restlichen Donnerstagsspiele wird das NFL Network exklusiv ausstrahlen. Dritte Partei im Boot wird ein noch zu suchender digitaler Partner sein, der die 11 FOX-Spiele parallel auf seinem Kanal ausstrahlt.

                    FOX wird sein Top-Kommentatorenteam Buck/Aikman auf dem Sonntag belassen. Wer stattdessen kommentieren wird, ist noch nicht bekannt. Es werden zwei Optionen gehandelt. Die seriösere Option wäre das #2-Team mit Kevin Burkhardt einzusetzen. Die lautere Option wäre Gus Johnson. Qu: Sportsbusinessdaily.com

                    • 7. Re: Sportrechte National /International
                      franky23

                      klausi67 schrieb:

                      als erstes sieht es aus als Sky Italien ein wenig tiefer in die Tasche greifen muss für die Serie A oder sie ganz verliert

                      Man lässt es ganz bleiben.

                       

                      Die Versteigerung der TV-Übertragungsrechte der italienischen Fußball-Serie-A für die Spielzeiten 2018 bis 2021 hat die spanische Gruppe Mediapro gewonnen. Für 1,05 Milliarden Euro sicherten sich die Spanier das Paket für die 380 Erstliga-Spiele, teilte die Serie A in eine Presseaussendung am Montag mit.

                      Mediapro bot genau 1000 Euro mehr als den Mindestpreis, den sich die Liga und der Vermarkter Infront als Ziel gesetzt hatten. Die TV-Gruppen Sky und Mediaset hatten Angebote um die 760 Millionen Euro pro Saison eingereicht, die unter den Erwartungen der Serie A lagen. Mediapro will einen eigenen Serie-A-Kanal einrichten, für den TV-Plattformen zahlen sollen.

                      Für die Übertragungsrechte der Serie A im Zeitraum 2015 bis 2018 hatte die Liga 946 Millionen Euro kassiert, im Zeitraum 2012 bis 2015 waren es 829 Millionen Euro gewesen.

                      • 8. Re: Sportrechte National /International
                        klausi67

                        danke für die Info!! es geht abwärts mit der Sky Gruppe... oder sie kaufen sich dann bei denen ein?!?

                        • 9. Re: Sportrechte National /International
                          daemon1811

                          ist wirklich schon krankhaft,mit was für summen da gehandelt wird.

                           

                          ich sage immer,warum machen die rechteinhaber nicht festpreise, wie zb  500 Mio für die ganze saison  , 250 mio für eine saisonhälfte usw.....somit würde sicherlich mehr geld eingenommen,als so ein bietverfahren. das einzigste was wegfällt,sind die exclusivspiele,aber der sportfreund kommt dann sicherlich mit seinem eigenen receiver aus.

                          • 10. Re: Sportrechte National /International
                            mthehell

                            Sorry! Komplett überlesen oben drüber!

                             

                            Hier, auch interessant vom Schwester-Konzern: Sky Italien verliert Serie A-Fußballrechte – Quotenmeter.de


                            Sieger aus der Rechteausschreibung ist ein spanisches Unternehmen: Es bot genau 1000 Euro mehr als von der Liga gefordert.


                            Die lange Bieterphase rund um die nationalen Fußballrechte in Italien ist mit einer dicken Überraschung zu Ende gegangen.

                            Die Serie A, die höchste Liga des Landes, hat genau 1000 Euro mehr eingenommen, als sie sich zum Ziel gesetzt hat. Kolportiert wurden hier immer rund 1,05 Milliarden Euro pro Spielzeit – zwischenzeitlich hatten die beiden großen italienischen Fußball-Stationen Sky und Mediaset aber nur um die 750 Millionen Euro geboten. Durch weitere Bieterrunden und Gespräche wurden die Gebote auf rund 830 Millionen aufgestockt. Gewonnen hat jedoch eine Gruppe, die schon anfangs für das Komplett-Paket am Meisten bot:

                             

                            Mediapro, 2016 noch mit einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro gelistet (EBITDA rund 150 Millionen), ist ein spanisches Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit BeIn in Spanien den Sportsender BeInSports betreibt. Mediapro hat kein Interesse daran, die Serie A in Italien ganz selbst zu vermarkten. Allerdings wolle man einen eigenen Liga-Sender eröffnen – ob unter dem Namen BeIn oder einem anderen, ist nicht klar. Diesen Sender wolle man dann an Plattformen verkaufen.

                            Das macht momentan italienische Medien stutzig. Nicht zuletzt weil man als "Rechteagentur" auftrat, galt für Mediapro die Regelung des Allein-Erwerbs-Verbots nicht. Wenn man jetzt mit eigenem Sender die Spiele doch selbst produziert, wird man vom Rechtehändler aber eigentlich doch zum Rechte-Nutzer. Auch wenn geplant ist, dass man den Fußball-Sender und somit die Bilder an andere Anbieter weiterverkauft.

                             

                            So könnte Sky Italia – allerdings nicht mehr unter dem Sky-Logo – also doch noch zu italienischem Fußball kommen, wenn vermutlich auch nicht mehr exklusiv.

                            Der italienische Pay-TV-Markt ist auch deshalb momentan besonders spannend, weil die Wirtschafts-Lage in Italien eher wackelig ist, was für Pay-Anbieter durchaus Gefahren birgt.

                            • 11. Re: Sportrechte National /International
                              klausi67

                              es geht weiter

                               

                              Die Serie A hat ihre Übertragungsrechte endlich untergebracht. Viel Zeit bis zum Sommer 2018 is‘ ja nicht mehr und nach dem die Verhandlungen mit den TV-Konzernen in mehreren Runden in eine Sackgasse mündete, konnte man der Rechteagentur Mediapro aus Spanien, die gewünschten 1,05 Mrd Euro pro Saison (über drei Spielzeiten) aus den Rippen leiern. Der Deal muss noch vom Kartellamt durch gewunken werden.

                              Da Mediapro Anfang letzte Woche noch bei 930 – 950 Mio Euro gelegen haben soll und die Serie A sich sehr früh mit der Latte 1,050 Mrd Euro aus dem Fenster gelehnt hat, kann ich mir vorstellen, dass hier viel Ergebniskosmetik dabei ist, um mal kurz 10% mehr Geld raus zu holen.

                              Neben der 1,050 Mrd Euro pro Saison durch die einheimischen Übertragungsrechte, holt die Serie A derzeit 371 Mio Euro über die Auslandsrechte rein (Qu: calciofinanza.it) und käme damit insgesamt 1,42 Mrd Euro pro Saison. Damit hätte die Serie A die Bundesliga überholt (1,16 Mrd + 171 Mio = 1,331 Mrd) – dazu kommt noch die anstehenden Verhandlungen für Übertragungsrechte des Pokals und Supercups.

                              Erst einmal will die Mediapro an den Rahmenbedingungen schrauben. Aus fünf Regelanstosszeiten, sollen acht werden (neu: Samstag 15 Uhr, Sonntag 18 Uhr und Montag 20h30). Die Mediapro will die Liga im Alleingang produzieren – derzeit werden die Spiele von 14 Klubs durch die Liga produziert und sechs Klubs produzieren ihre Heimspiele selber.

                              Wie es dann weiter geht, daran entzündet sich in Italien gerade der Zoff. Die Mediapro hat sich während der Verhandlungen immer als unabhängige Rechteagentur präsentiert, aber der Liga zwei Angebote präsentiert.

                              Das zweite Angebot handelt vom Aufbau eines Ligasenders. Das Angebot wurde von der Serie A offiziell abgelehnt, obwohl die Serie A einen vom Berater Infront entworfenen Plan für einen Ligasender in der Schublade hat. Aber offensichtlich geht z.B. Sky Italia davon aus, dass es ab nächsten Sommer einen Ligasender geben wird und nennt in einem öffentlichen Statement das Verhalten von Mediapro eine Irreführung und setzt auf ein Veto des Kartellamts.

                              Demnach planen Mediapro und Serie A ein Konstrukt, wonach der Sender der Serie A gehört und von ihr vermarktet wird. Die Rechte werden von der Mediapro beigesteuert, die zudem als Berater für Produktion, Redaktion, Vermarktung der Ligasender-Werbeflächen und Sponsoring und Organisation, wie z.B. Spielansetzungen sorgt.

                              Aus Sicht von Sky übernimmt damit die Mediapro alle essentiellen Rollen eines Broadcasters und nicht als Rechteagentur. Ein Ligasender, der alle Übertragungsrechte hält, würde zudem gegen das Kartellrecht verstossen.

                              Der Stress in Italien geht also weiter – sieben Monate vor Start der Saison

                              • 12. Re: Sportrechte National /International
                                klausi67

                                diesmal DFB-Pokal

                                 

                                DigitalFernsehen schrieb:

                                 

                                Der Vermarkter Infront wird für die DFL die TV-Rechte am DFB-Pokal von Sommer 2019 an verkaufen. Aber vorher stehen noch die ersten beiden Viertelfinal-Begegnungen des diesjährigen Wettbewerbs an.

                                Tabellenerster der dritten Liga gegen Serienmeister - oder besser gesagt: David gegen Goliath - heißt es heute Abend in Paderborn. Dort trifft der heimische SC auf den ruhmreichen FC Bayern. Das Spiel ist ab 18.30 Uhr live bei Sky zu sehen. Genau wie auch die Partie zwischen Leverkusen und Bremen ab 20.30 Uhr. Das Spiel wird jedoch auch im Ersten übertragen.

                                 

                                Apropos Sky und die ARD - die Vereinbarung mit den beiden Parteien läuft bis zum Ende der nächsten Saison. Es ist also an der Zeit, sich zu überlegen, wie es danach weitergeht. Der Bezahlsender und das Erste würden wahrscheinlich gerne so weiter machen wie gehabt. Doch in letzter Zeit, das haben schon andere TV-Rechtevergaben von Sport- und speziell Fußball-Events gezeigt, ist Gemengelage eine ganz andere als beispielsweise noch vor zehn Jahren. Entsprechend länger dürfte die Bewerberliste sein.

                                 

                                Wohl auch deshalb hat die DFB den Vermarkter Infront mit der Auslese beauftragt. Während man, was die Bundesliga betrifft, für die Zukunft bereits durchblicken ließ, wohl nicht zu Experimenten zu neigen, könnte dies im Falle des Pokalwettbewerbs anders aussehen.

                                 

                                Zwar ist der DFB-Pokal in seinen Grundzügen, sprich der Austragungsart, erst kürzlich bestätigt worden. Die Konsequenz, dass der FC Bayern oder auch Borussia Dortmund weiterhin ab der ersten Runde antreten müssen, führt jedoch bestimmt nicht dazu, dass sich weniger Interessenten um die TV-Rechte reißen werden.

                                 

                                Streaminganbieter aus dem Netz wie DAZN, die ab Sommer bei der Champions League einsteigen, oder Amazon, das bereits Online-Radio-Übertragungen anbietet, werden mit Sicherheit versuchen ein Stück vom Kuchen ab zu bekommen. Von den traditionellen Konkurrenten vom Privatfernsehen ganz zu schweigen.

                                 

                                Man darf auf jeden ab sofort gespannt sein, wie die Fernseh-Zukunft des DFB-Pokals aussehen wird. Bis dahin kann man ihn sich aber noch entspannt anderthalb Saisons auf gewohnte Weise zu Gemüte führen - angefangen an diesem Dienstag und Mittwoch mit dem diesjährigen Viertelfinale.

                                 

                                 

                                • 13. Re: Sportrechte National /International
                                  klausi67

                                  Ist zwar schon ein Paar Tage alt aber hier Passt es ja Trotzdem noch rein...

                                  Eurosport wird auch in Zukunft beim Biathlon an Bord bleiben. Der Sender hat jetzt den Vertrag mit der European Broadcasting Union (EBU) um vier weitere Jahre bis einschließlich 2022 verlängert. Der paneuropäische Deal mit der EBU umfasst die wichtigsten Wettkämpfe des Biathlon-Kalenders. Dazu gehören alle IBU-Weltcups sowie die nächsten drei Weltmeisterschaften 2019, 2020 und 2021. Der Deal gilt für 27 Länder und Territorien exklusiv, darunter auch darunter Großbritannien, die Niederlande und Italien. In Deutschland muss sich Eurosport die Rechte mit ARD und ZDF teilen, die schon vor knapp zwei Jahren die Übertragungsrechte bis 2022 verlängert hatten

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