68 Antworten Neueste Antwort am 14.09.2018 11:25 von klausi67 RSS

    Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?

    mthehell

      Keine Angst, Herr Schmidt - dauert noch...

      21st Century Fox angeblich an teilweisem Aufkauf durch Disney interessiert – Quotenmeter.de

       

      US-Medienberichten zufolge sollen große Teile des Murdoch-Imperiums bald an den Disney-Konzern veräußert werden.


      Es ist eine Geschäftsüberlegung, die gigantische Konsequenzen für die Medienwirtschaft hätte, sollte sie in die Tat umgesetzt werden: Wie 'CNBC' berichtet, soll 21st Century Fox daran interessiert sein, zahlreiche seiner Geschäftssektoren an The Walt Disney Company zu verkaufen. 'CNBC' beruft sich dabei auf anonyme Quellen, die in diesen potentiellen Deal verwickelt sind. Beide Unternehmen halten sich bislang mit offiziellen Statements zurück.

       

      Dem 'CNBC'-Bericht zufolge sei dieser Schritt die jüngste Konsequenz des Wandels, den die Medienwirtschaft in den vergangenen Jahren durchgemacht hat: Durch Giganten wie Apple, Amazon oder den Google-Mutterkonzern Alphabet müssen sich die alten Riesen wie 21st Century Fox entscheiden, welchen Weg sie einschlagen – entweder streben sie an, ähnlich umfangreich zu werden wie die neuen Mitbewerber, oder sie spezialisieren sich. In den vergangenen Jahren sah es so aus, als wolle 21st Century Fox den erstgenannten Pfad einschlagen, kam es doch zu einigen millionenschweren Akquisitionen. Laut 'CNBC' habe die Führungsetage des Murdoch-Unternehmens nun aber für sich beschlossen, dass dieser Vergrößerungskampf vergebens sei – daher wolle sich 21st Century Fox nun als Konzern für News- und Sportentertainment spezialisieren. Den Rest wolle man – weitestgehend – an Disney verkaufen.

       

      Fox News sowie der Wirtschaftsinformationskanal Business blieben demnach unter dem Dach von 21st Century Fox. Zudem verhindern die US-amerikanischen Anti-Monopol-Gesetze, dass Disney das US-Network FOX übernimmt. Darüber hinaus sei 21st Century Fox nicht daran interessiert, seine Sport-Angebote sowie seine Lokalsender zu verkaufen. Die unter der Marke 20th Century Fox bekannten Film- und Fernsehschmieden (an deren Aufkauf Disney übrigens vor Jahrzehnten sehr kurzfristig interessiert war), Fox Searchlight Pictures, die Kabelsender FX, National Geographic, Star und ihre internationalen Ableger würden, sollte der Deal zustande kommen, dagegen zu Disney wandern.

      Dies gilt ebenso für Fox' Anteile am europäischen Pay-TV-Anbieter Sky.

      Wie 'CNBC' schreibt, sei in naher Zukunft aber kein Deal zu erwarten. Die Verhandlungen zwischen Fox und Disney hätten vor Wochen begonnen und würden derzeit verharren. Gleichwohl schließt 'CNBC' nicht aus, dass sie bald wieder aufgenommen werden könnten.

       

      Während sich 21st Century Fox von diesem Verkauf eine Fokussierung seiner Geschäftstätigkeiten verspricht, ist der Deal für Disney unter anderem attraktiv, weil der Konzern nach modernen Vertriebsmöglichkeiten für seine Inhalte sucht – an dieser Stelle kommt beispielsweise Sky ins Spiel. Zudem würde Disney durch den Aufkauf an die Film- und Fernsehrechte für die X-Men und Fantastic Four gelangen; zwei alteingesessene Marvel-Superheldentruppen, deren Kino- und Serienschicksal aufgrund früherer Deals aus der Zeit, bevor Marvel zu Disney gehörte, bei Fox liegt. Ebenso liegen die Verleihrechte am ersten «Star Wars»-Film aufgrund eines alten Vertrags mit George Lucas weiterhin bei Fox, obwohl die «Star Wars»-Marke vor einigen Jahren von Disney aufgekauft wurde.

      Mit einer Fox-Übernahme würde sich Disney bei diesem einträglichen Franchise in Zukunft einiges an Bürokratie sparen. Des Weiteren liegen James Camerons «Avatar»-Filme bei Fox, während Disney die Marke in einem seiner Parks in Florida für einen populären Themenbereich nutzt – den Filmteil des «Avatar»-Franchises zu schlucken, dürfte für Disney durchaus von Interesse sein.

       

      Die Financial Times bestätigt erste Gespräche über das Vorhaben, ergänzt aber, dass zur Zeit wohl nicht weiter miteinander geredet werde.

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      Nebenbei: "Ebenso liegen die Verleihrechte am ersten «Star Wars»-Film aufgrund eines alten Vertrags mit George Lucas weiterhin bei Fox"

      Das ist übrigens auch der Grund, warum man bei Netflix nur Episode I-III und V-VII sehen kann (falls sich jemand gewundert hat wo denn "A New Hope" bleibt).

        • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
          apwbd

          mthehell schrieb:

           

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          Nebenbei: "Ebenso liegen die Verleihrechte am ersten «Star Wars»-Film aufgrund eines alten Vertrags mit George Lucas weiterhin bei Fox"

          Das ist übrigens auch der Grund, warum man bei Netflix nur Episode I-III und V-VII sehen kann (falls sich jemand gewundert hat wo denn "A New Hope" bleibt).

          Ach so! Und ich dachte schon, ich bin zu blöd zum Suchen!

           

           

          Und wenn wirklich eine Maus Sky Boss werden soll, muss erstmal jemand Schmidt's Katze einfangen.

          • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
            mthehell

            So, dann heißt Unterföhring bald "Entenhausen"...

            Für 60 Milliarden Dollar: Disney und Fox stehen kurz vor Megadeal – Quotenmeter.de

             

            Der seit Anfang November kolportierte Riesendeal zwischen der Walt Disney Company und 21st Century Fox steht Medienberichten zufolge kurz bevor.


            Nach längeren Verhandlungen nimmt einer der größten Deals der Mediengeschichte Gestalt an: Das Medienimperium 21st Century Fox möchte zahlreiche Segmente der Konzernstruktur an die Walt Disney Company veräußern. Laut 'CNBC' zahlt der Disney-Konzern dafür rund 60 Milliarden Dollar. Zu den Segmenten des Fox-Unternehmens, die im Rahmen dieses Geschäftsschachzuges zum Disney-Konzern wechseln werden, zählen die Fox-Studios (Film und Fernsehen), die diversen Fox-Digitalsender innerhalb und außerhalb der USA (darunter FX und National Geographic), Fox' Anteile an der US-Medienplattform Hulu, Fox' Beteiligungen an der Sky-Gruppe sowie die Endemol Shine Group.

             

            Darüber hinaus wechseln Fox' Lizenzen an US-Regionalsportübertragungen und die entsprechenden Sender zu Disney. Frühere Berichte über den möglichen 21st-Century-Fox-Ausverkauf sprachen davon, dass der Konzern im Falle eines Aufkaufs sämtliche Sportaktivitäten unter seinem Dach behalten möchte. Der Verkauf zahlreicher Geschäftsbereiche an einen Mitbewerber wird von 21st Century Fox, so berichten diverse Quellen, als neue Unternehmensstrategie betrachtet: In der neuen Medienlandschaft müsse man, wie es die Leitung des Murdoch-Imperiums sieht, entweder enorm wachsen, um mit Amazon, dem Google-Mutterkonzern Alphabet, Apple und Co. konkurrieren zu können, oder sich spezialisieren. 21st Century Fox hätte sich dazu entschieden, sich auf Sport und News zu konzentrieren – Disney folgt dem anderen taktischen Pfad und befindet sich seit Jahren auf Expansionskurs.

             

            Die Verhandlungen zwischen der Walt Disney Company und 21st Century Fox kamen in den vergangenen Wochen zwischenzeitlich zu einem Halt, laut 'Variety' aufgrund Uneinigkeiten zwischen beiden Konzernen über den zu zahlenden Preis für die beispiellose Transaktion. Comcast brachte sich daraufhin als alternativer Käufer ins Spiel, wurde allerdings letztlich vom die Gespräche wieder aufnehmenden Disney-Konzern überboten. 21st Century Fox behält, sollte die Transaktion tatsächlich umgesetzt werden, unter anderem sein heftig umstrittenes Newsimperium, diverse Regionalsender sowie zahlreiche überregionale Sportangebote. Außerdem verhindern die US-amerikanischen Anti-Monopol-Gesetze, dass Disney das Network FOX übernimmt, da der Konzern mit ABC bereits einen der großen US-Broadcaster besitzt.

             

            Für die Walt Disney Company ist der Aufkauf weiter Teile von 21st Century Fox ein entscheidender Schritt im Versuch, als primär auf Content basiertes Medienimperium mit der Konkurrenz mitzuhalten, die auch technische Hardware und Kommunikationsdienstleistungen anbietet. So generiert etwa NBCUniversals Mutterkonzern Comcast durch Telekommunikation und Internetdienstleistungen einen Großteil seines Profits, darüber hinaus äußerte Kabelbetreiber Time Warner zuletzt mehrfach Interesse daran, eines der großen Hollywoodstudios schlucken zu wollen. Disney ist nicht in diesen Gewerben tätig, kann aber genauso gut durch eine solche Vergrößerung seines Portfolios den eingeschlangenen Expansionskurs fortführen. Durch 21st Century Fox' Beteiligungen an Sky ergeben sich außerdem neue Vertriebsmöglichkeiten für Disneys Film- und Serienproduktionen sowie für seine Sportberichterstattungsmarke ESPN.

            • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?

              Also auch wenn es echt "witzig" wäre wenn Micky Maus dann "Chef" von Sky wird, mit jedem Inhaberwechsel wurde es nicht besser für die Abonnenten.

              Manchmal wünscht man sich Leo Kirch zurück

              • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                mthehell

                Ich dachte der Carsten von Sky Deutschland hätte nur das Problem mit der falschen Markt-Wahrnehmung, aber wie war das mit dem "Hautgout von Fisch"..? Sky: Vier neue Serien pro Quartal und Gedanken an Sky News – Quotenmeter.de

                 

                In einem Interview hat Sky-Oberboss Jeremy Darroch über die Ziele für Sky in Europa gesprochen und klar gestellt, dass Deutschland dabei eine enorm wichtige Rolle spielt.

                 

                2018 wird ein enorm spannendes Jahr für die Sky-Gruppe, deren Hauptsitz mittlerweile in London ist. Oberster Chef ist Jeremy Darroch, der nun in der WamS ein ausführliches Interview gab. Sein Unternehmen muss sich beispielsweise in den kommenden Wochen Gedanken machen, wie viel Wert ihnen die Premier League ist. Die Rechteausschreibung hat jüngst begonnen. Der Besitz der Sportrechte an der jeweils wichtigsten Fußballliga eines Landes ist der ultimative Inhalt, den man als Sender haben kann. Es ist zwar richtig, dass wir uns in einer Phase der beschleunigten Preisinflation von Rechtepaketen befinden“, sagte Darroch, der aber auch klar betonte, dass man sich zurückziehen würde, wären aufgerufene Preise nicht darstellbar.

                 

                Fußball und Sky seien aber symbiotisch und das werde, da ist sich Darroch sicher, auch so bleiben.

                Dennoch will man Sky weiter voranbringen und schaut dabei vor allem auf Deutschland.

                Darroch kündigte eine große Offensive für Sky Deutschland an.

                Es gäbe keinen Grund, warum in Deutschland und Österreich (derzeit etwas mehr als fünf Millionen Kunden) weniger Leute Sky haben sollten als in England (rund zwölf Millionen). „Ich sehe Deutschland als den Markt mit dem größten Potenzial für Bezahlfernsehen überhaupt“, so Darroch. Weil man den Wettbewerb aber nur vor Ort gewinnen könne, wolle man auch die Organisation direkt in Deutschland stärken. Das Marketing bekomme etwa mehr Geld zur Verfügung, auch der Launch des neuen Geräts Sky Q (1. Halbjahr 2018) soll Schwung bringen.

                 

                Nicht gänzlich ausschließen wollte der Sky-Manager einen Start von Sky News in Deutschland. Italien und England haben einen nationalen Sky-Nachrichtenkanal. Darroch betonte aber, dass die Prioritäten derzeit woanders liegen würden. Etwa im Serienbereich: Pro Quartal will Sky 2018 vier neue Serien starten – 24 bestehende sollen fortgesetzt werden, sodass man rund 50 eigene Serien anbieten könne.


                Anm: Humor haben die Briten, das muss man ihnen lassen...

                Große Offensive...mehr Geld fürs Marketing und ein Receiver, der kein SD-Menü mehr hat, toi,toi,toi!


                Sky News düften etwas schwierig, bzw. teuer werden - in Deutschland zahlt man dann andere Sendergebühren als "Vollprogramm-Sender", das weiß Herr Darroch wohl noch nicht...Aber er hat sich ja auch sonst nicht mit dem Deutschen Markt beschäftigt, sonst wüsste er, dass es seit fast 30 Jahren keinen übermäßigen Bedarf an PayTV wie in England gibt. 10% der TV-Haushalte bedeutet kein "Potenzial", das ist bei dem riesigen FreeTV-Angebot und den neuen Alternativen zum PayTV eher ein gutes Ziel um daran festzuhalten....

                 

                PS.: Zu "4 Serien im Quartal" sage ich mal nichts... Ich dachte man wolle sich lieber auf Sport & News konzentrieren bei der PLC..?

                 


                  • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                    jimgordon

                    ja der Mr. Darroch hätte sich erst einmal auf dem deutschen TV-Markt umsehen sollen, bevor er sich hat Gedanken machen lassen

                      • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                        mthehell

                        Klingt wirklich nach einem unvorbereiteten Interview auf dem Weg von der Kaffeeküche zum Klo...

                         

                        Der Markttrend sieht global völlig anders aus: Alleine in den flächenmäßig 'riesigen' - und damit kabelabhängigen, weil Satelliten gar nicht das ganze Land vernünftig abdecken können - USA hat NF schon mehr Kunden als CBS, das größte CableNetwork. Und das hört (noch) nicht auf mit dem Wachstum. Die Art fern zu sehen verändert sich radikal. Die Zuschauer suchen sich immer häufiger gezielt Inhalte, die sie sehen wollen - da braucht man nicht noch ein zusätzliches bezahltes "Vollprogramm" als FreeTV-Kopie. Da muss man schon eher auf gezielte Inhalte gehen - und davon entfernt sich Sky ja immer mehr.

                         

                        Und warum überhaupt Serien produzieren? Die bekannten "Großen" haben sich da eh durchgesetzt und arbeiten inzwischen mit den Vollprofis zusammen. Immer mehr namhafte Produktionsfirmen und Schauspieler arbeiten für Amazon und Netflix - trotz der maulenden Filmindustrie (von wegen "Verwertungskette") - Netflix gibt bisher keine Filme ins Kino und lässt sie auch nicht auf Scheiben pressen, obwohl man mit 'Scheiben verleihen' groß geworden ist.

                        Selbst Facebook und iTunes produzieren eigene Serien-Ware, warum versucht man nicht lieber zu kooperieren mit den Marktgrößen und Synergien zu schaffen? Wäre in meinen Augen doch wesentlich sinnvoller für lineares Fernsehen als immer und überall hinterher zu hinken und sich dem Vergleich stellen zu müssen, den man am Ende ständig verliert.

                      • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                        apwbd

                        mthehell schrieb:

                         

                        Nicht gänzlich ausschließen wollte der Sky-Manager einen Start von Sky News in Deutschland. Italien und England haben einen nationalen Sky-Nachrichtenkanal.

                         


                        Was soll denn das werden?

                        Wenn ich sehe, wie einseitig die schon ihre Sportnachrichten gestalten, insbesondere den Fußball-Anteil, dann können die ihren Sky News Deutschland gleich CSU 24 HD nennen!

                        • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                          mthehell

                          Ja, hier Details: 52 Milliarden-Euro-Deal: Disney kauft Teile von 21stCenturyFOX – Quotenmeter.de

                           

                          Somit hat Sky plc eine neue Konzernmutter, wenn alle Wettbewerbshüter zustimmen. Aber zwischen Disney und FOX besteht Einigkeit. Alle Details des Wahnsinns-Deals.


                          Es ist vollbracht: Der US-Konzern Walt Disney und die Chefs von 21st Century FOX sind sich einig. Disney wird für 52,4 Milliarden US-Dollar erhebliche Teile von 21st Century FOX übernommen. Der Großteil der Summe wird in Aktien bezahlt. Somit wechselt das traditionsreiche Hollywood-Studio 20th Century FOX den Besitzer und mit auch zahlreiche Film- und Figur-Rechte. Auch der 30-prozentige Anteil am Dienst Hulu, der in Besitz von FOX war, gehört nun zu Disney. Das ist besonders spannend, denn 30 Prozent am Dienst gehörten Disney schon. Somit ist Hulu nun zu 60 Prozent eine Disney-Plattform. Nicht ganz unwichtig zu wissen, wollte Disney sich doch von Netflix unabhängiger machen und einen eigenen Streaming-Dienst starten. Den hat man jetzt quasi schon mehrheitlich. Dennoch: Laut Disney-Aussagen soll im kommenden Jahr ein ESPN-Streaming-Service starten und 2019 ein weiterer für fiktionale Inhalte. Es würde wenig wundern, wenn dieser künftig nicht auch 20th Century FOX-Werke zeigen würde - und eben nicht Netflix.

                           

                          Ebenfalls den Eigentümer wechseln etliche Fernsehsender: Darunter gehören die US-Kabelsender FX und FXX (Disney betreibt somit zahlreiche Kabelkanäle, etwa auch Freeform und andere) sowie diverse Sendermarken wie National Geographic. Ebenfalls verkauft wurde der 39-prozentige Anteil an Sky plc, der Pay-TV-Kette, die Plattformen in Deutschland, Österreich, Italien und dem Vereinten Königreich betreibt und jüngst auch in der Schweiz und Spanien an den Start ging. Auch eine Beteiligung am indischen Bezahlkonzern Star ist im Paket enthalten. Anders als zuletzt spekuliert wurde, ist der Deal nicht mit einem raschen Rücktritt des obersten Disney-Bosses Robert Iger verbunden. Es gab zuletzt Gerüchte, wonach James Murdoch, Sohn von FOX-Urgestein Rupert, ebenfalls zu Disney wechseln würde und dort Iger ablöst.

                           

                          Nun hat Iger seinen Vertrag, der ohnehin schon bis 2019 läuft, nochmal verlängert. Das Arbeitspapier hat nun Gültigkeit bis 2021. Somit soll der Übergang reibungslos verlaufen. Der FOX-Konzern wird somit kleiner, behält noch den Network-Sender FOX sowie FOX News und etliche Sportkanäle in den Vereinigten Staaten. Schon jetzt heißt es in US-Medien, dass bei FOX-Verantwortlichen die nackte Angst umgeht, weil Synergieeffekte genutzt und somit Stellen und Kosten eingespart werden könnten.



                          Über mögliche Auswirkungen der Übernahme gibt es hier eine sehr interessante Analyse: Das Gute, das Üble und das Gleichgültige an einer Disney/Fox-Verschmelzung – Quotenmeter.de (aus Platzgründen mal "gespoilert", lohnt aber zu lesen! )

                           

                          Aus sechs Hollywood-Majors mach fünf: The Walt Disney Company will Fox aufkaufen. Was das zu bedeuten hat …

                          [...]Medieninteressierte sind, seit diese Meldung aufkam, in Aufruhr. Vor allem aufgrund der Frage: Ja, wie finden wir das denn bitteschön? Also, lasst uns zumindest versuchen, nicht emotional-hitzköpfig, sondern abgekühlt-rational an die Sache zu gehen. Und vor allem, das gesamte Bild im Blick zu halten.


                          Ein Mediengigant schluckt große Teilen eines anderen – das ist doch zuallererst einmal raffgierig, oder?

                          Was nicht oft genug betont werden kann, schlicht, weil es in der Menge an Berichten, Spekulationen und Befürchtungen rund um Disneys Aufkauf zahlreicher Teilunternehmen von 21st Century Fox untergeht: Es ist keine feindliche Übernahme. Die Konzernführung von 21st Century Fox hat beschlossen, weite Teile des Unternehmens abzustoßen und fortan hauptsächlich im News-Business und in der Sportberichterstattung tätig zu bleiben. Die Initiative ging nicht von der Walt Disney Company aus, die nach dem Aufkauf der Pixar Animation Studios, von Marvel sowie von Lucasfilm unbedingt noch eine milliardenschwere Übernahme tätigen wollte. 21st Century Fox gab den Stein des Anstoßes und suchte interessierte Käufer.

                           

                          Die Schwarz-Weiß-Zeichnung eines fiesen Aufkäufers und eines sich geschlagen gebenden Unternehmens greift hier also nicht. "Ja, aber nur weil 21st Century Fox verkaufen will, müssen die Raffgeier der Walt Disney Company doch nicht sofort zuschlagen", werden manche nun einwerfen. Und, ja, im luftleeren Raum gesprochen, liegen sie damit richtig. Die Geschäftsrealität sieht aber so aus: Wenn nicht Disney zuschlägt, dann ein anderer Käufer. Und vor diesem Hintergrund muss man sich vergegenwärtigen, weshalb 21st Century Fox überhaupt diesen Ausverkauf anleiert:

                          Die Konzernführung von 21st Century Fox glaubt, dass durch die neuen Player im Mediengeschäft der Wirtschaftsmarkt erbitterter denn je ist und es in mittelfristiger Zukunft nur noch kleine, da spezialisierte oder gigantische Unternehmen geben wird – und Fox fürchtet, zu klein zu sein, um einen erfolgreichen Expansionskurs zu fahren. Google, Facebook, Apple haben dafür gesorgt, dass an diesem Pokertisch mit härteren Bandagen gekämpft wird.

                           

                          Und während sich manche Unternehmen auf diesem Pokertisch entspannen können, da sie Unmengen an Chips auf Halde haben, muss Disney bereits klug taktieren. Und das, obwohl die Fox/Disney-Übernahmeberichte großen Gegenwind ernten, weil Disney doch schon riesig genug sei. Aber: Disney wirkt unter anderem deshalb so groß, weil Disney sehr prominente, medienwirksame Aufkäufe getätigt hat. Wenn Disney was kauft, berichten alle drüber. Daher scheint es so, als würde Disney dauernd Firmen schlucken – was auf Dauer unbedarften Beobachtenden unsympathisch erscheint.

                           

                          Dabei ist es längst Geschäftsalltag, so viele kleinere Firmen zu schlucken – ProSiebenSat.1 fährt die "Friss oder stirb"-Wirtschaftstaktik beispielsweise viel aggressiver als Disney. Doch da Disney dank seines strahlenden Markennamens und seiner prominenten Position im Mediengeschehen stärker im Fokus steht und daher eh schon größer wirkt als so manch "anonymere" Konkurrenz, kommt es zu einer gewissen Differenz zwischen Wahrnehmung und Marktrealität.

                           

                          Kurzum: Unter den Giganten ist Disney ein Zwerg. Wenn Fox Angst hat, zu klein zu sein, ist Disney nicht in weiter Ferne. AT&T verleibt sich derzeit Time Warner ein, Comcast ist seit Jahren in Kauflaune und Gerüchte, dass Apple Disney kaufen könnte, kamen es erst vor wenigen Monaten auf. Will Disney also nicht zerschlagen, aufgekauft oder auf langer Sicht niedergerungen werden, ist es weise, so eine Chance wie den Fox-Ausverkauf nicht verstreichen zu lassen. Und wer schon Disney für zu groß hält, wird wohl kaum wollen, dass ein noch größerer Konzern einen von Disneys Mitbewerbern oder gar Disney aufkauft …


                          Also doch alles halb so wild?

                          Nein, denn rein prinzipiell ist das Verschwinden des Fox-Konzerns in bisher bekannte Form eine große, bedauerliche Veränderung im Mediengeschäft – ganz gleich, wer nun zuschlägt. Dass ein stetig wachsender Markt mit einem immer größeren Angebot gleichzeitig an Anbietern verliert, ist eine bedenkliche Entwicklung. Und vor allem auf Kinobetreiber wird eine harte Zeit zukommen, die enorm anstrengende Verhandlungen nach sich zieht. Denn durch die Verschmelzung zweier einflussreicher Studios teilt sich der Markt vollkommen neu auf.

                           

                          So wurden 2016 20,8 Prozent aller in Deutschland verkauften Kinoeintrittskarten für einen Film des Disney-Konzerns gelöst. Fox brachte es im Filmjahr 2016 auf einen Marktanteil von 16,3 Prozent. Im Falle einer bereits erledigten Fusion hätte es DisneyFox also auf 37,1 Prozent gebracht – über ein Drittel des Marktes wäre von einem einzelnen Anbieter kontrolliert worden. Das bedeutet in Verhandlungen rund um Geschäftsbedingungen zwischen Verleih und Kinobetreiber ein ganz neues, schweres Gewicht für besagten Anbieter.

                           

                          Warner lag 2016 mit 21,0 Prozent übrigens noch knapp vor Disney, im Falle einer Disney/Fox-Vereinigung wäre das Rennen beim besten Willen nicht mehr eng gewesen. Die Top Five der Kinoverleiher rundeten Universal mit 13,0 und Sony mit 6,8 Prozent des deutschen Kinomarktes ab. Und in Nordamerika sähe es für Disneys Mitbewerber nicht gerade besser aus: 2016 lag Disney mit 26,3 Prozent aller Kinoeinnahmen klar vorne, Warner folgte mit 16,7 Prozent des Marktes. Universal generierte 14,1 Prozent aller Kinoeinnahmen, Fox brachte es auf 13,3 Prozent, Sony wiederum auf 8,3 Prozent. Disneys Vorsprung wäre in einer Welt, in der Fox schon 2016 zum Mäusekonzern gehörte, also so groß, dass Disney mehr als das Doppelte des Zweitplatzierten eingenommen hätte.


                          Dadurch, dass sich mit Disneys Filmsparte und 20th Century Fox zwei der großen Hollywood-Studios unter einem Dach befinden werden, geht zudem zwangsweise etwas Vielfalt im Kinogeschäft verloren. Denn Filmschaffende haben künftig einen Konzern weniger, an den sie Ideen herantragen können. Sollte ich beispielsweise eine tolle Idee für eine Familienkomödie haben, es mir aber mit dem Disney-Konzern böse verscherzen, könnte ich in einer Welt ohne die Disney/Fox-Übernahme noch immer bei Fox, Sony, Universal, Warner und Paramount pitchen.

                           

                          Doch weil sich 21st Century Fox vom immer härteren Wirtschaftstreiben einschüchtern lässt und unter anderem sein Studio 20th Century Fox verkauft, ändert sich dies zwangsweise. Egal, welcher Filmkonzern zuschlägt: Eine Anlaufstelle verschwindet. Das ist unglücklich – aber was wäre die Alternative? Wäre es besser, ein Digitalriese wie Alphabet/Google schlägt zu und hat dadurch unfassbar unfaire Online-Werbemöglichkeiten und noch größere Ressourcen zur Finanzierung seiner Mission, alles und jeden zu durchleuchten? Soll Apple, das jetzt schon viel größer ist als jeder einzelne Konzern mit großem Hollywood-Studio, noch gigantischer werden? Was würde es für den Heimkinomarkt bedeuten, wenn Megahändler Amazon 20th Century Fox erwirbt und damit ein bevorzugtes Studio hätte? Zumal Amazon bereits jetzt beweist, gewillt zu sein, Konkurrenz auszusperren?


                          Es steht uns schlicht das kleinste Übel bevor – und das darf man erleichtert begrüßen

                          Stichwort Medienvielfalt: Da wir in einem Wirtschaftsklima leben, in dem selbst Großkonzerne wie 21st Century Fox fürchten, zu klein zu sein, um nicht von Apple, Alphabet und Amazon in die Knie gezwungen zu werden, ist Disney beim offenbar unvermeidlichen Fox-Ausverkauf der wohl attraktivste Käufer unter den etablierten Mediengroßunternehmen. Denn so fällt der Vielfaltsverlust geringer aus:

                           

                          Würden Sony, Universals Konzernmutter Comcast, Warner oder Paramounts Mutterkonzern Viacom Fox' Produktionsstudios übernehmen, wäre dies ergebnislos: Eine cineastische Zukunft, in der ein Gigakonzern zwei große, sich in der Marktausrichtung nahezu gar nicht unterscheidende Hollywoodstudios besitzt, wäre sehr ungewiss. Würde Comcast Universal und Fox weiter operieren lassen, als sei nichts geschehen? Zu welchem Zweck? Wo bestehen die Unterschiede zwischen den beiden Unternehmensarmen Comcasts? Was, wenn in den USA die Netzneutralität gekippt wird? Bremst Comcast dann mit seiner Marktmacht eiskalt das VOD-Streaming von Warner-Filmen aus?

                           

                          Im Falle einer Disney/Fox-Zusammenlegung wird zumindest "nur" ein Contentanbieter noch größer, und kein Kommunikationsdienstleister, die ihre Kundschaft auf vertracktere Weise am Wickel haben. Und für Filmschaffende im erwachsenenorientierten Sektor verschließt sich keine Tür. Wer einen knallharten, kostspieligen Actioner oder ein aufreibendes, kontroverses Big-Budget-Drama plant, konnte unter den Hollywood-Major-Studios in den vergangenen paar Jahren nur an fünf Türen klopfen: Fox, Warner, Paramount, Universal und Columbia. Sollte eines der restlichen vier Studios Fox übernehmen, verschwindet eine Ablaufstelle. Kauft aber Disney Fox, so wird eine Anlaufstelle schlicht an neuer Stelle eröffnet.

                           

                          Zumindest in dieser kleinen, doch wichtigen Angelegenheit der Filmvielfalt für ein älteres Publikum ändert sich durch Disneys Übernahme von Fix nicht so viel – selbst wenn 'Wall Street Journal' mutmaßt, dass Disney-Boss Bob Iger bei Fox eine Senkung der reinen Quantität an Filmen reduzieren will – derzeit bringt Fox im Jahr rund vier Mal so viele Filme heraus wie Disney.

                           

                          Trotzdem: Es ist schlicht so, dass die Medienwirtschaftsentwicklungen der vergangenen Jahre uns dahin getrieben haben … Solch ein "Aufgeben" eines Mediengroßkonzerns musste wohl nun einfach passieren, und es wird wohl nicht die letzte Fusion bleibenbis zur ersten feindlichen Übernahme dieser Wirtschaftsära ist es womöglich auch nicht mehr weit.


                          Und in einer Welt, in der Kabelgigant und Teilzeitmonopolist AT&T Time Warner schluckt und Comcast, Disneys Nebenbuhler im Umwerben von 21st Century Fox, bereits wiederholt äußerte, eine gigantische Investition betreiben zu wollen, ist der Disney/Fox-Deal eines der harmloseren Dinge, die passieren können.

                          Disney wird mit Fox-Ware seine geplante Netflix-Konkurrenz aufpolstern, zudem fasst Disney stabiler Fuß im europäischen TV-Sektor. Das war’s fast schon, um mit dem groben Pinsel zu zeichnen.

                           

                          Die Pokerchips sind durch den freiwilligen Ausstieg eines Wettbewerbstreibenden, der sich auf einen anderen Spieltisch verziehen möchte, nun

                          in kleines gleichmäßiger verteilt. Also beruhigt ausatmen: Es hätte deutlich ärger kommen können.

                           

                          Und speziell zum "Spoiler"-Bericht hier mal die Auflistung welches Unternehmen da welchen Umsatz macht:

                          Umsatz diverser Medienunternehmen im Jahr 2016

                          • Apple: 215,64 Milliarden Dollar
                          • AT&T (Telekommunikationsbetreiber, im Inbegriff, Time Warner aufzukaufen, äußerte wiederholt Interesse, noch einen Konzern mit Hollywoodstudio zu schlucken): 163,8 Milliarden Dollar
                          • Amazon: 135,99 Milliarden Dollar
                          • Alphabet (Googles Mutterkonzern): 90,27 Milliarden Dollar
                          • Comcast (Telekommunikationsbetreibe und Konzernmutter von u.a. CNBC, Universal Pictures und DreamWorks Animation): 80,4 Milliarden Dollar
                          • Sony: 72,87 Milliarden Dollar
                          • --> The Walt Disney Company: 55,63 Milliarden Dollar
                          • Time Warner (Konzernmutter von u.a. CNN, HBO, DC und Warner Bros.): 29,32 Milliarden Dollar
                          • --> 21st Century Fox: 27,33 Milliarden Dollar
                            • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                              mthehell

                              Eine erste Stellungnahme von Disney gibt es jetzt auch: Nach dem Disney/Fox-Deal: FX soll größere Rolle spielen – Quotenmeter.de


                              [...]Wie wird Disney nach seinem Aufkauf der wichtigsten Unternehmenssektoren von 21st Century Fox mit unangepassteren Projekten aus dem Hause Fox umgehen? Im Rahmen einer Anlegerkonferenz klärte Disney-Boss Bob Iger einige dieser Fragen – und erläuterte beispielsweise, im Kabelsender FX und dessen Erfolgsserien wie «American Horror Story» enormes Diversifikationspotential für Disney zu sehen.

                               

                              "FX ist eine großartige, raue Marke, die die Möglichkeit hat, auch außerhalb des Kabelpakets zu bestehen", so Iger. Inwiefern er den Sender, für den unter anderem auch «The Americans» , «Fargo» und «Legion» entstehen, zu einer über das Kabelfernsehen hinausgehende Marke auszubauen gedenkt, erläuterte Iger derweil nicht. Die denkbaren Möglichkeiten sind allerdings groß genug – erstrecken sich Disneys Geschäftsgebiete doch vom VOD-Sektor bis hin ins Kino. Sorgen der Anleger, Disney werde profitable, aber familienuntaugliche Fox-Filmfranchises einstampfen, wiegelte Iger ebenfalls ab.

                               

                              "Solange das Publikum weiß, worauf es sich einlässt, können wir uns R-Rated-Filme problemlos vorstellen", hielt Iger fest. So sei es denkbar, für Filme wie «Deadpool» ein spezielles Marvel-Label einzuführen, das den vulgären Mutanten von Helden wie «Iron Man» abgrenzt. Die Entwicklung sämtlicher Marvel-Filmadaptionen, egal ob sie Teil des von den «Avengers» bevölkerten Marvel Cinematic Universe sind oder nicht, unterstehe laut Iger ab sofort Marvel-Studios-Boss Kevin Feige.

                               

                              Iger ging auch explizit auf das Indie-Label Fox Searchlight Pictures ein, das zahllose Oscar-Gewinner wie «Birdman» , «12 Years a Slave» und «Grand Budapest Hotel» hervorbrachte. "Fox Searchlight Pictures wird für uns eine Lücke schließen, da es auf klein budgetierte, prestigeträchtige Filme spezialisiert ist." Somit nimmt Fox Searchlight die Position ein, die von 1993 bis 2010 Miramax innehielt. Damals verkaufte Iger das Studio, da der Heimkinomarkt einbrach und Miramax an den Kinokassen nicht genug Geld einbrachte. Ein großer Fehler, wie nicht wenige Branchenbeobachter festhalten, könnte Disney zum Beispiel bei seinen aktuellen VOD-Langzeitplänen das gigantische Miramax-Archiv gut gebrauchen. Nun, da ein großer Filmkatalog durch VOD-Dienste für Studios wieder wichtiger geworden ist, ändert sich Igers Strategie also wieder.

                               

                              Abseits dessen hielt Iger fest, dass der Fox-Deal zunächst nichts an Disneys Fahrplan ändern wird, groß ins Video-on-Demand-Geschäft einzusteigen: 2018 wird in den USA ein ESPN-Streamingdienst eingeführt, der durch regionale Lizenzen aus dem Fox-Aufkauf an Attraktivität gewinnen soll, 2019 wird Disneys erster, familienorientierter Streamingdienst für das US-Publikum folgen, der "preisgünstiger als Netflix" werden soll. Ein Komboabonnement sei eine Option, deren Umsetzung in Betracht gezogen wird. Darüber hinaus werden nicht-familientaugliche Inhalte (vornehmlich von Fox) in den USA via Hulu angeboten. Durch den Fox-Deal hält Disney 60 Prozent an der Plattform, die unter anderem den Emmy-Abräumer umsetzt. Iger gab an, es zu einer Priorität zu machen, Hulus Wachstum noch stärker voranzutreiben.

                               

                              Ob in anderen Märkten solch spezialisierte Dienste wie in den USA geplant sind oder eher Rundumpakete, ist bislang unklar. Da Disney durch den Fox-Deal auch große Anteile an Sky erworben hat und Interesse zeigt, die restlichen Anteile zu kaufen, ist in einigen Märkten für Disney sowieso eine andere Situation gegeben als in den USA. Man wolle zudem aus Fehlern lernen, die Disney bei der britischen Streamingplattform Disney Life gemacht hat: User, die den Dienst nicht von Apple-Endgeräten aus bedienen, beschweren sich beispielsweise regelmäßig über Probleme bei der Bedienung. Solche Schwierigkeiten wolle man künftig dringend vermeiden.

                               

                              Nicht Teil des Fox-Deals ist, neben der US-weiten Sportangebote von 21st Century Fox sowie Fox News und dem Network-Sender FOX, das Fox-Studiogelände in Hollywood. Jedoch wird Disney für die Dauer von sieben Jahre Teile des Geländes mieten, da Disneys eigenes Studiogelände in Burbank nicht groß genug ist, um nach der Übernahme der erworbenen Fox-Unternehmensteile allen Mitarbeitern Raum zu bieten.


                              Für das Network FOX steht ebenfalls ein Umbruch bevor: Aktuelle Staffelordern und Produktionsverträge werden eingehalten, danach wird es aber zu erneuten Verhandlungen kommen. 21st-Century-Fox-Chef Rupert Murdoch gab in einer Anlegerkonferenz bekannt, nicht daran interessiert zu sein, eine neue Produktionsfirma zu gründen. Ebenso wenig sei er daran interessiert, die bisherige Programmausrichtung beizubehalten. Er wolle das Network stärker auf Sport, News und Reality-Fernsehen ausrichten, aber auch einzelne Serieninhalte anderer Anbieter, wie das von Disney geführte 20th Century Fox sowie dessen Mitbewerber, ausstrahlen. Somit könnte es möglich werden, dass einige FOX-Network-Serien in Zukunft zu Disneys schwächelndem Network ABC wandern.

                          • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                            garffield

                            Nun ist es also vollbracht, was sich schon seit mehreren Wochen andeutete: 'The Walt Disney Company' hat große Teile von 'FOX' übernommen. Ganze 52,4 Milliarden US-Dollar lässt 'Disney' dafür springen. Es wird etwa 18 Monate dauern, bis der Deal von der US-amerikanischen Regierung abgesegnet wird, so dass er nicht direkt in Kraft treten kann.

                             

                            Überdies gehört auch der 39 prozentige Anteil an 'Sky' zum Übernahmepaket. Besonders interessant für 'Disney' dürften die Anteile am Streamingservice 'Hulu' sein: 'Disney' verfügte bereits über 30 Prozent, mit den weiteren 30 Prozent von 'FOX' hat das Maus-Haus fast seinen eigenen Streamingservice am Start, mit dem 'Netflix' und Co die Stirn geboten werden soll.

                             

                            The Walt Disney Company übernimmt große Teile von FOX - MOVIE-INFOS

                            • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                              klausi67

                               

                               

                              Stuff happens

                              Disneys Füchse – Die Gerüchtelage der letzten zwei Tage hatte sich gestern bewahrheitet: Disney und Rupert Murdoch sind sich handelseinig geworden. Murdoch verkauft Teile der 21st Century Fox (21CF). Murdoch behält einige TV-Stationen in den USA (Fox Network, Fox News, Fox Business News, Fox Sports 1+2, Big Ten Network), behält die Fox-TV-Studios und die Zeitungen in Großbritannien und USA (News Corp).

                              Im Sportbereich wandern die 22 regionalen Sportsender (RSNs wie „Fox Sports South“) zu Disney und damit zu ESPN. In Europa kauft Disney die Anteile die Murdoch an Sky Europe hält (39%). Die komplette Übernahme der Sky Europe ist zwar durch Murdoch schon angestossen, aber in Großbritannien noch ein schwebendes Verfahren. Sky Deutschland bekommt also einen neuen Besitzer, vorläufig noch nur Teilbesitzer.

                              Angeblich soll der 86jährige Rupert Murdoch zur Kenntnis gekommen sein, dass er sein Unternehmen 21CF auch durch Zukäufe nicht so groß werden lassen kann, dass es gegen die heranwachsenden Giganten Disney, Netflix und Amazon mithalten kann. Da vermisse ich den Kämpfer im sonst so aggressiv aufgetretenen Murdoch.

                              Überzeugender finde ich dagegen das Argument, dass Murdoch die jetzige Börsen- und Medienblase nutzen wollte, um maximal viel Geld abzugreifen (53 Mrd US$) und sich damit auf Essentials zu konzentrieren, die dem meinungsstarken Murdoch am meisten Spaß machen: News und Sport. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Fox News Channel und das Wall Street Journal in den letzten Wochen noch einmal massiv in der Meinungsmache pro Trump zugelegt haben, und dabei Verschwörungstheorien anfüttern, die sich in Wahnsinnigkeit irgendwo nahe „Die Erde ist eine Scheibe“ bewegen.

                              Von der Disney-Seite verstehe ich den Deal nicht. Während ESPN seit 1–2 Jahren verschlankt, frisst sich Disney nun über ein Schwung an neuen Sportsendern (den RSNs) wieder Speck an. Und Disney tut dies zu einem Zeitpunkt, in der den Kabelnetzen reihenweise die Kunden wegbrechen – nicht nur ESPN, sondern auch den RSNs. Ich halte die RSNs für toxisch und auch Rupert Murdoch scheint dies so zu sehen. Wie anders ist es zu erklären, dass er seine nationalen Sportsender behält, aber die regionalen Sportsender abstößt?

                              In Sachen Sky, muss ich erst noch von der Schlagkraft des Disney‘schen internationalen TV-Geschäfts überzeugt werden. Bei NASN/ESPN in Europa, zeigte man kein Durchhaltevermögen. Der Disney Channel startete 1999 im deutschen Pay-TV, wechselte 2014 ins Free-TV und hat auch nach 19 Jahren null Relevanz erreicht.

                              Disney hat Fastilliarden von interessanten Marken und Produkten. Nur haben sie diese PS in Europa noch nicht in eigene TV-Sender bringen können. Es wirkt auf mich nicht so, als könnten sie zu einem dringend notwendigen Impulsgeber für das stagnierende Sky Europe werden.

                              Ich würde von Disney gerne mal eine originäre Strategie statt bloßer Aufkäufe sehen. Aufkäufe reichen nicht aus, um sich gegen Disruption zu wappnen.

                               

                               

                               

                              Guter Kommentar von AAS

                              • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                klausi67

                                von AAS:

                                Die Zukunft von Sky Europe nach dem Deal zwischen Murdoch und Disney, ist doch ungewisser als erwartet.

                                2018 gibt es für Sky Europe bei diesem Deal zwei Etappen. Irgendwann in der ersten Jahreshälfte wird das britische Kartellamt seine Einschätzung abgeben, ob Murdoch Sky Europa vollständig übernehmen darf (besitzt derzeit nur 39%). Und irgendwann werden die US-Behörden den Deal zwischen Murdoch und Disney absegnen – womit die Murdoch-Anteile an Sky zu Disney wandern.

                                Es steht noch ein Fragezeichen, ob Murdoch Sky komplett übernehmen darf. De jure gibt es keine Einwände. Letztes Jahr haben sowohl Medienaufsicht als auch das Kartellamt grünes Licht gegeben. Aber die Proteste in der Öffentlichkeit waren so massiv, dass es der rechtskonservativen Regierung opportun erschien, den Vorgang noch einmal zum Kartellamt zurückzugeben, für eine längere und detailliertere Untersuchung.

                                Nach Informationen der Financial Times ist das Kartellamt in eingereichten Einwänden und Einsprüchen untergegangen. Mitsamt der offensichtlich zögerlichen Haltung der Kultusministerin Karen Brady, hält die FT es für völlig offen, ob die Übernahme durch gewunken wird.

                                Ist dies nicht der Fall, wird es interessant.

                                Jedes Unternehmen, das in Großbritannien mehr als 30% Anteile an ein anderes Unternehmen erwirbt, muss ein Übernahmeangebot abgeben. Mit dem Vollzug des Deals Murdoch – Disney, würde Disney die 39% Anteile an Sky Europe erwerben und müsste damit ein Übernahmeangebot abgeben.

                                Disney hat aber nach Informationen der FT, letzte Woche bei den britischen Wettbewerbsbehörden vorgesprochen. Disney glaubt nicht, bei Übernahme der Murdoch-Anteile, ein Übernahmeangebot für Sky Europe abgeben zu müssen.

                                Sollte also die Sky-Übernahme von Murdoch, durch das Kartellamt und/oder britische Regierung geblockt werden, ist es offen, ob Disney einen weiteren Übernahmeversuch für Sky Europe startet.

                                Ein Sky Europe ohne Murdoch und einer lauwarmen Beziehung zu Disney, macht einen deutlich weniger überlebensfähigeren Eindruck. In der FT wird spekuliert, ob Sky Europe perspektivisch von einem anderen Medienkonzern, wie z.B. Comcast, übernommen werden könnte.

                                Das Timing einer solchen Ungewissheit für Sky, ist problematisch – befindet sich doch die Ausschreibung für die Premier League, in den Startlöchern.

                                • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?

                                  Egal wie man es dreht und wendet, eine Übernahme wird weder für die einfachen Mitarbeiter noch für die Kunden Gutes mit sich bringen. Das war in der Vergangenheit auch nicht anders.

                                  • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                    klausi67

                                    allesaussersport schrieb:

                                    Zur Unzeit hat die britische Wettbewerbsbehörde zwei bis drei Portionen Unsicherheit in Sachen Sky-Übernahme durch Fox und teilweise Fox-Übernahme durch Disney reingeworfen.

                                    In einer von der Kulturministerin Karen Bradley in Auftrag gegebenen Untersuchung, ob die Übernahme des Pay-TV-Konzerns Sky Europe durch Rupert Murdochs 21st Century Fox (21CF) im Interesse der britischen Öffentlichkeit wäre, kam die Wettbewerbsbehörde in einem Vorabbericht zu einem differenzierten Ergebnis.

                                    Aus der Perspektive der Einhaltung von rundfunkrechtlichen Standards spräche nichts gegen eine Übernahme. Aber der Gang des Nachrichtensenders Sky News zu Murdoch und seinem Zeitungsimperium, wäre für die britische Medienpluralität nicht zu empfehlen.

                                    Eigentlich war allenthalben klares grünes Licht erwartet worden. Die von Bradley angestrengten Untersuchungen schienen bereits seit einem Jahr eher aus politischen Überlegungen angestrengt worden zu sein und bewusst auf Zeit zu spielen, als wirklich auf kartellrechtlichen Bedenken zu beruhen.

                                    Was am Ende für eine Übernahme heraus kommt, ist schwer zu sagen, denn es gibt einige bewegliche Teile in diesem Verfahren:

                                    • Es ist ein hochpolitisches Verfahren. Welche Rolle spielt die Kabinettsumbildung von vor zwei Wochen und die Neubesetzung des Posten des Kulturministers mit Matthew Hancock?
                                    • Die Wettbewerbsbehörde hat laut und deutlich signalisiert, dass sie bereit wäre, eine temporäre Übernahme von Sky News durch Murdoch hinzunehmen, wenn für diesen Zeitraum bestimmte institutionelle Mechanismen für die Wahrung der redaktionellen Unabhängigkeit sorgen oder den Sender verkaufen.
                                    • Murdoch und Sky Europe haben damit gedroht, falls Sky News zu einem Problem für die Übernahme wird, diesen Sender zu schließen. Nach Informationen der Financial Times, schreibt der Sender aber aktuell erstmals seit etlichen Jahren schwarze Zahlen.
                                    • Disney hat im Dezember in Großbritannien bei Behörden und Politiker vorsichtig vorgefühlt, ob im Falle eines Scheiterns der Murdoch-Übernahme von Sky, Disney auf ein Übernahmeangebot für Sky Europe verzichten könnte? (Sollte Disney die 21CF und seine 39% Anteilen an Sky Europe übernehmen, könnte Disney nach britischem Recht gezwungen sein, als neuer Teilbesitzer von mehr als 30% der Aktien an Sky Europe, ein Übernahmeangebot abgeben zu müssen)
                                    • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                      klausi67

                                      läuft nicht ganz so gut für die TV Sparte vom Sky Besitzer

                                       

                                      Während der Quartalszahlen des Disney-Konzerns, wurde erstmals der Abopreis für das ESPN-Streamangebot (USA only) genannt. Disney hat sich dabei eine Scheibe von DAZN abgeschnitten und wird das ESPN-Stream-Abo „ESPN Plus“ zum aggressiven Preis von nur 5 Dollar/Monat anbieten – allerdings ist unklar, welche konkreten Live-Inhalte angeboten werden. Die normalen ESPN-Programme wird jeder Kabel-Abonnent auch ohne ESPN Plus bei Login mit seinen Kabel-Kunden-Daten, über die App gestreamt bekommen.

                                      Das ESPN-Stream-Angebot soll in diesem Frühjahr mit Apps für iOS, Android und Chromecast starten – weitere Plattformen sollen folgen. Hinter der Technik steckt BAMTech, im letzten Jahr von Disney übernommen.

                                      Die Disney-Quartalszahlen waren etwas besser als erwartet, was aber an besseren Zahlen der Vergnügungsparks lag, während die TV-Sparte unter den Erwartungen blieb. Insbesondere die gesunkenen Werbeeinnahmen bei ESPN, gesunkene Einnahmen bei ABC und rote Zahlen des Stream-Dienstleisters BAMTech zogen die TV-Sparte nach unten.

                                      ESPN verlor im Quartal 3% seiner Abonnenten, aber auf der Bilanzpressekonferenz wurde positiv angemerkt, dass der Abo-Rückgang sich nun abflacht, u.a. dank der Verbreitung von ESPN über neue Vertriebswege wie SlingTV und YouTube TV.

                                      • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                        mthehell

                                        Bei dem "Disney-21st Century Fox"-Deal ist dieser hier etwas außer acht geraten:

                                        Warner verabschiedet sich womöglich von HBO und DC Comics – Quotenmeter.de

                                         

                                        Abhängig davon, wie das US-Kartellamt über die geplante Übernahme von Warner Bros. durch AT&T urteilt, könnte sich der Konzern von DC Comics und/oder seinem namhaften Bezahlsender trennen


                                        Obwohl die anstehende Übernahme weiter Teile des Medienimperiums 21st Century Fox durch die Walt Disney Company in den Medien viel Aufmerksamkeit erhielt, steht eine Fusion mit deutlich höherer Kaufkraft schon viel länger im Raum: Der Kabelbetreiber AT&T möchte Time Warner übernehmen und somit den Konzern, zu dem unter anderem die Film- und Fernsehstudios Warner Bros., der Bezahlsender HBO und das Comiclabel DC Comics gehören. Die US-Behörden überprüfen diese Übernahme jedoch noch mit strengem Blick, da dieser potentielle Deal droht, gegen Kartellrechte zu verstoßen.

                                         

                                        Wie der Branchendienst 'The Wrap' berichtet, wird innerhalb Time Warners daher ein Plan B geschmiedet. Laut Quellen des Portals, die der Situation nahe stehen, sei es eine Möglichkeit, Teile des Time-Warner-Konzerns abzusplittern, damit die Fusion mit AT&T den erwünschten Segen der US-Behörden erhält. Mutmaßlich sei unter anderem im Gespräch, die Pay-TV-Marke HBO loszuschlagen. Diverse weitere US-Medien spekulieren, dass zusätzlich oder alternativ der Verkauf des Verlages DC Comics, also der Heimat solcher Figuren wie Batman, Wonder Woman und Superman, im Bereich des Möglichen wäre.

                                         

                                        AT&T machte 2016 einen Umsatz von 163,8 Milliarden Dollar, was deutlich über dem kombinierten Umsatz von 21st Century Fox (27,33 Milliarden Dollar) und The Walt Disney Company (55,63 Milliarden Dollar) liegt. Auch Googles Mutterkonzern Alphabet unterliegt mit seinen 90,27 Milliarden Dollar dem Umsatz des Telekommunikationsgiganten.

                                         

                                        Zur Information:

                                        Geschäftsbereiche Time Warners (Auswahl)

                                        • Warner Bros. (Film- und Fernsehstudios)
                                        • New Line Cinema (Filmstudio)
                                        • HBO (Pay-TV-Sender)
                                        • Cinemax (Pay-TV-Sender)
                                        • Turner Classic Movies (Pay-TV-Sender)
                                        • TNT (Pay-TV-Sender)
                                        • Cartoon Network (Pay-TV-Sender)
                                        • CNN (Nachrichtensender)
                                        • TIME Magazine (Wochenmagazin)
                                        • People Magazine (Wochenmagazin)
                                        • Sports Illustrated (Wochenmagazin)
                                        • DC Comics (Comicverlag)
                                          • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                            klausi67

                                            Es geht weiter

                                             

                                            Sky/Disney: britische Behörden haben gestern eine kleine Entscheidung in Sachen möglicher Übernahme von Sky durch Disney gefällt. Der Hauptpfad zur Übernahme bleibt weiterhin: Rupert Murdochs 21st Century Fox übernimmt die Sky plc. und Disney übernimmt die 21st Century Fox. Dem stehen derzeit noch fehlende Entscheidungen der britischen Wettbewerbsbehörde und britischen Regierung sowie ein besseres Übernahmeangebot durch Comcast entgegen.

                                            Sollte Murdoch/21st Century Fox die Sky plc. nicht übernehmen können, weil die britische Regierung aus wettbewerbs-/medienrechtlichen Gründen ihr Veto einlegt, gäbe es noch den Nebenpfad, dass Disney die 21st Century Fox übernimmt und damit auch die 39% Anteile die Murdoch aktuell an Sky hält.

                                            Die gestern gefällte Entscheidung betrifft diesen Nebenpfad. Sollte dieser gegangen werden, muss, dass nun die Entscheidung, Disney auch ein komplettes Übernahmeangebot für die Sky plc abgeben – mindestens in der Höhe des aktuellen Fox-Angebotes und binnen 28 Tage nach erfolgter Fox-Übernahme. Disney argumentierte bislang, dass das Übernahmeangebot von Fox und nicht von Disney ausging und daher nach einer Übernahme von Fox, es keinen Zwang für ein Angebot mehr geben würde.

                                            Tatsächlich deutet aber vieles darauf hin, dass Disney und Fox eher den Hauptpfad gehen wollen – so dürfte auch der Vorschlag von Disney zu verstehen sein, den Nachrichtensender Sky News schon vorab zu übernehmen. Das würde das Argument der zu großen medienrechtlichen Konzentration durch eine Sky-Übernahme von Fox, den Boden entziehen.

                                             

                                            Disney muss Angebot für britischen Bezahlsender Sky machen

                                             

                                            Wie geht es weiter mit dem britischen Sky? Jetzt fordern die Behörden der Insel ein Kaufangebot vom US-Unterhaltungsriesen Disney.

                                             

                                            Die Hängepartie um die Übernahme des Bezahlsenders Sky geht weiter. Die britischen Behörden forderten am Donnerstag ein Kaufangebot vom US-Unterhaltungsriesen Disney, nachdem sie zuvor die Übernahmepläne von Medienmogul Rupert Murdoch ausgebremst hatten. Hintergrund: Disney ist gerade dabei, den Großteil von Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox zu schlucken. Der wiederum hält bereits 39 Prozent an Sky und wollte eigentlich auch den Rest kaufen.

                                             

                                             

                                            Die Wettbewerbshüter tun sich jedoch schwer, die Übernahme durch Fox durchzuwinken, deshalb ist die Transaktion seit Monaten in der Schwebe. Die Aufseher fürchteten zunächst, dass der Murdoch-Clan durch den Zukauf zu viel Marktmacht und Einfluss in Großbritannien bekommen könnte. Weil Fox jetzt aber ohnehin größtenteils an Disney gehen dürfte, geraten die Amerikaner in den Fokus der Behörden.

                                             

                                            Die britische Übernahmekommission verlangt von Disney ein Angebot über 10,75 britische Pfund je Sky-Aktie. Damit zwingen die Regulierer den Konzern zu einer verbindlichen Zusage. Für die Offerte wurde Disney eine Frist von 28 Tagen nach dem Abschluss der vollständigen Übernahme von Murdochs 21st Century Fox gesetzt - es sei denn, Fox gelingt es vorher noch, Sky komplett zu übernehmen. Oder eine dritte Partei erwirbt mehr als die Hälfte der Sky-Anteile.

                                              • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                blumenfreund

                                                Comcast bietet offiziell für Sky . Bieterkampf damit eröffnet.

                                                https://www.dwdl.de/nachrichten/66648/skybernahme_comcast_macht_fox_offiziell_konkurrenz/

                                                  • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                    klausi67

                                                    Kopiere mal den kompletten Text hier rein und mich persönlich würde ja mal Interessieren was die Mods davon halten

                                                     

                                                    Sky-Übernahme: Comcast macht Fox offiziell Konkurrenz

                                                     

                                                    Schon seit Ende 2016 versucht 21st Century Fox Sky zu übernehmen, noch immer fehlt aber die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden. Nun macht Comcast seine Ankündigung wahr, und hat ein höheres Gebot für die Sky-Übernahme abgegeben. Nun ist alles wieder offen.

                                                    von Uwe Mantel
                                                    25.04.2018 - 14:34 Uhr

                                                    Wer hat denn nun künftig das Sagen beim europäischen Pay-TV-Konzern Sky? Das ist seit eineinhalb Jahren eine spannende Frage mit überraschenden Wendungen. Zunächst sah es aus als wäre es 21st Century Fox, das im Lauf des schon fast eineinhalb Jahre andauernden Übernahmeprozesses aber selbst zum Übernahmeziel wurde - also durfte man zuletzt von Disney ausgehen. Doch nun hat die NBC-Mutter Comcast ihre Ankündigung wahr gemacht und ganz offiziell ein Gebot für Sky abgegeben, das deutlich höher ausfällt als das Fox-Angebot, das noch aus dem Dezember 2016 stammt. 31 Milliarden US-Dollar, also etwas mehr als 25 Milliarden Euro, bietet Comcast demnach für Sky, 16 Prozent mehr als 21st Century Fox.

                                                     

                                                     

                                                    "Wir freuen uns, dass wir unser Angebot für Sky heute formalisieren können. Wie denken schon lange, dass Sky ein außergewöhnliches Unternehmen ist, das sehr gut zu Comcast past. Sky hat ein starkes Geschäft, eine hohe Kundentreue und eine wertvolle Marke. Es wird von einem hervorragenden Managment-Team geführt, mit dem wir weiter zusammenarbeiten wollen, um das Geschäft weiter auszubauen", sagte Comcast-Chef Brian L. Roberts nun. Zusammen könne man besser in einer sich schnell verändernden und hoch-kompetitiven Industrie agieren.

                                                    Das Störfeuer von Comcast kommt kurz vor der erwarteten Entscheidung durch die britische Wettbewerbsbehörde. Die hatte bislang einen Abschluss der Übernahme durch 21st Century Fox verhindert und dies mit negativen Auswirkungen auf die Meiden-Pluralität begründet. Kritisch ist dabei mit Blick auf den gesamten Sky-Konzern eigentlich nur die Übernahme des Nachrichtensenders Sky News durch 21st Century Fox, das nicht nur Fox News betreibt, sondern auch zahlreiche britische Print-Titel wie "Sun" oder die "Times of London" herausgibt. 21st Century Fox hat daher kürzlich eine Reihe von Zugeständnisse angeboten - darunter einen Vorab-Verkauf von Sky News an Disney, unabhängig davon, ob die Übernahme des Großteils von 21st Century Fox durch Disney nun zustande kommen würde oder nicht.

                                                    Alternativ bot Murdoch auch an, dass Sky News von einem unabhängigen Gremium beaufsichtigt werden könnte und außerdem für mindestens ein Jahrzehnt auf mindestens dem derzeitigen Niveau finanziert werden würde. Auch das Comcast-Gebot ist mit der Versicherung versehen, dass für zehn Jahre die Finanzierung mitndestens auf dem aktuellen Niveau gesichert sei und ein "Editorial Board" eingerichtet werde. Zudem garantiert man, den Sky-Campus in London für mindestens fünf Jahre weiter zu nutzen.

                                                    Das höhere Angebot führte nun in jedem Fall schon dazu, dass die unabhängigen Mitglieder des Aufsichtsrats von Sky ihre Empfehlung, das Angebot von 21st Century Fox anzunehmen, zurückgenommen und den Kooperationsvertrag mit 21st Century Fox beendet haben. Wie 21st Century Fox auf die Offerte reagiert - etwa mit einer Aufstockung des eigenen Gebots - ist noch nicht klar.

                                              • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                mthehell

                                                Die "unendliche Geschichte" trifft auf "Wie würden Sie entscheiden?" am 10.06.18: Disney oder Comcast: Liebe Fox-Anleger, wer ist euer Herzblatt? – Quotenmeter.de

                                                 

                                                "Die Geschäftsführung des Medienimperiums 21st Century Fox ist an der Meinung ihrer Aktienanleger interessiert: Wie das US-Branchenportal 'Variety' in Erfahrung gebracht hat, wird eine Anlegerabstimmung anberaumt. Darin werden 21st-Century-Fox-Aktieninhaber um ihre Meinung befragt, ob ein Verkauf des Großteils der Konzernteile an die Walt Disney Company oder an Comcast von größerem Reiz sei. Comcast sprach kürzlich eine All-Cash-Gegenofferte aus, um Disneys Übernahmeangebot aufzuwiegen. Comcasts Angebot soll sich auf 60 Milliarden Dollar belaufen.

                                                 

                                                Disney und 21st Century Fox machten Ende 2017 aus, dass der Disney-Konzern für 52,4 Milliarden Dollar in Aktienpapieren unter anderem die Film- und Fernsehstudios aus dem Hause Fox übernimmt. Seither versucht Comcast, Disney auszustechen. Zuletzt sprachen mehrere Medienportale davon, dass der Kabelanbieter, dessen Jahresumsatz weit über dem des Disney-Konzerns liegt, zur Not auch eine feindliche Übernahme in Erwägung zieht. Für Comcast wäre dies ein sehr riskanter Schachzug: Laut Moody's Investor Service droht Comcast Schulden in Höhe von 164 Milliarden Dollar zu machen, sollte der Konzern mit seinen Fox- und Sky-Übernahmeversuchen fortfahren.

                                                 

                                                Disney reagierte bereits auf Comcasts Handeln und erklärte, alternativ zur Zahlung der Übernahmekosten in Aktienpapieren eine rein geldliche in die Wege zu leiten, sollten die Fox-Anleger dies bevorzugen. Rupert Murdoch, Chef des Fox-Imperiums, zumindest scheint Disneys Aktienangebot zu bevorzugen: Bevor der Deal mit Disney abgemacht wurde, sprach Comcast ein höheres Geldangebot aus. Murdoch schlug dies jedoch aus, da er die Disney-Anteile für wertvoller erachtete. Die Fox-Anlegerabstimmung soll am 10. Juni stattfinden."

                                                • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                  garffield

                                                  Comcast vs. Fox: Britische Regierung macht Weg frei für Bieterwettbewerb um Sky | heise online

                                                   

                                                  Der Murdoch-Konzern 21st Century Fox als auch der US-Kabelkonzern Comcast haben grünes Licht erhalten für einen möglichen Erwerb von Sky.

                                                  Die britische Regierung hat den Weg frei gemacht für einen milliardenschweren Bieterwettbewerb um den Bezahlsender Sky durch den Murdoch-Konzern 21st Century Fox und den US-Kabelkonzern Comcast. Der britische Minister für Kultur und Medien, Matt Hancock, schloss am Dienstag im Parlament in London weder eine Sky-Übernahme durch Comcast noch durch Fox aus. Sollte der Konzern des Medienmoguls Rupert Murdoch den Zuschlag erhalten, sei aber eine Ausgliederung des Nachrichtensenders Sky News notwendig.

                                                   

                                                  Milliardenschwere Gebote

                                                  Comcast hatte Ende April ein Gebot von 22,5 Milliarden Britischen Pfund (rund 25,8 Mrd. Euro) für Sky abgegeben und Berichten zufolge damit das Sky-Management auf seine Seite zu gezogen. Fox will nur 18,5 Milliarden Pfund zahlen.

                                                   

                                                  Der Murdoch-Konzern hält bereits 39 Prozent an Sky und will auch den Rest kaufen. Die Wettbewerbshüter taten sich zunächst schwer, die Übernahme durch Fox durchzuwinken, deshalb war die Transaktion seit Monaten in der Schwebe. Die Aufseher fürchten, dass der Murdoch-Clan durch den Zukauf zu viel Einfluss auf die Medienlandschaft in Großbritannien bekommen könnte. Deshalb soll Sky News nun ausgegliedert werden.

                                                  Als Käufer des Nachrichtensenders kommt vor allem Disney infrage. Der US-Konzern ist gerade ohnehin dabei, den Großteil von 21st Century Fox zu schlucken. Doch auch hier hat der Rivale Comcast Interesse angemeldet.

                                                   

                                                  Misstrauen gegen Murdoch

                                                  Das Misstrauen gegen den 87 Jahre alten Medienmogul Murdoch sitzt in Großbritannien spätestens seit dem Abhörskandal um die 2011 eingestellte Wochenzeitung "News of the World" tief. Jahrelang hatten Murdochs Journalisten Handygespräche von Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen.

                                                   

                                                  Murdoch gehören bereits die auflagenstärkste Zeitung des Landes, das Boulevardblatt "The Sun", die seriöse "Times" und die gleichnamigen Sonntagszeitungen. Die Briten fürchten dabei nicht nur den Einfluss auf die Meinung der Massen, sondern auch auf die Politik. Kein britischer Politiker könnte es sich leisten, den Zorn dieser geballten Medienmacht auf sich zu ziehen, so die Sorge.

                                                  • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                    klausi67

                                                    passend dazu

                                                     

                                                    Weißer Rauch in Sachen Sky. Das britische Kulturministerium hat gestern nach einem sehr langen Evaluierungsprozess grünes Licht für eine etwaige Übernahme von Sky durch die 21st Century Fox/Rupert Murdoch (21CF) mit anschließender Weitergabe an Disney oder durch den US-Kommunikationskonzern Comcast gegeben.

                                                    Der Disney/Murdoch-Weg. 21CF besitzt einen 39%-Anteil an Sky und würde Sky gerne komplett übernehmen. Anschließend würde Rupert Murdoch sein Firmenimperium umbauen und sich auf Sport und News in den USA konzentrieren und den Rest der 21CF, inklusive Sky, an Disney verkaufen.

                                                    Der Comcast-Weg. Comcast wiederum, hat ein konkurrierendes Übernahmeangebot für Sky gemacht, ist aber auch Konkurrent von Disney und hat auch ein Übernahmeangebot für die 21CF gemacht.

                                                    Stop-and-Go. 16 Monate haben die Untersuchungen der britischen Behörden gedauert, bevor sie grünes Licht gaben. Bewegung kam in die Untersuchung erst, als 21CF nicht nur Bestandsgarantien über mind zehn Jahre für den Nachrichtensender Sky News gab, sondern auch versicherte, den Nachrichtensender Sky News ASAP an Disney weiter zu reichen und nicht in die Einflusssphäre der 21CF und ihres Zeitungshauses News Corp. zu bringen, Stichwort Wahrung der Meinungsvielfalt.

                                                    Die Opposition fürchtet nun, das eine vorzeitige Übernahme von Sky News durch Disney, den Nachrichtensender Probleme bereiten könnte, falls danach die Übernahme der 21CF/Sky durch Disney platzen sollte. Sky News wäre dann im Besitz eines US-Konzerns gelangt, der ohne das restliche Sky-Paket per se wenig Interesse an einen Nachrichtensender in Großbritannien hätte.

                                                    • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                      mthehell

                                                      So, diese Woche fällt Mr Hancock wohl die Entscheidung zur Übernahme des Fox-Konzerns durch Disney.

                                                      Rupert Murdoch set to receive clearance in bid for full control of Sky | Media | The Guardian

                                                       

                                                      Spannend bleibt daneben noch die Frage was mit der Sky-Gruppe passiert. Bekommt Murdoch die übrigen 61% noch vorher, übernimmt Disney komplett - oder spuckt Comcast noch in die Suppe?

                                                       

                                                      Klar sein dürfte, dass so oder so sich einiges ändern wird zukünftig, denn noch verfügt Sky über Angebotsteile beider Konzerne (Disney-Gruppen und Universal-Gruppen auf der Gegenseite) im Programm, da dürfte wieder einiges wegfallen, so oder so...

                                                      Und ob einer der beiden Konzerne dann in 2 Jahren auch noch ein Verlustprojekt wie die BuLi finanzieren möchte..? Disney zeichnet gerne süße Tiere, aber kalkuliert eiskalt...und Sky behauptet ja, es wären nur 25% der Kunden, die BuLi schauen.

                                                        • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                          bridget8888

                                                          https://marketrealist.com/2018/07/why-disney-had-to-drop-some-fox-assets

                                                          daraus:

                                                           


                                                           

                                                          Letting each other prevail where they lead

                                                          But Disney and Comcast run the risk of sinking deeper into debt in their pursuits of Fox and Sky assets. To mitigate the risk of significantly leveraging their balance sheets, perhaps Comcast and Disney may decide on a compromise where each of them prevails where they seem to lead. Comcast could allow Disney to walk away with Fox considering that Disney has a headstart in the race with US approval of its proposal. In return, Disney and Fox could allow Comcast to get Sky considering that it has a superior bid in the race. Comcast offered to buy Sky for $31 billion, topping Fox’s $25 billion bid.

                                                            

                                                          • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                            ziggy4711

                                                            Nun, wenn Sky loslassen muß (will) von der BuLi, lassen bestimmt ( >25%??) der Kunden los von Sky. Immer dem Fußball nach...

                                                            • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                              bridget8888

                                                                                                            das logo ähnelt dem Golfchannel. Da muss man sich um Golfqualität  nicht sorgen.

                                                                                                            Den Zusammenhang kannte ich noch nicht.

                                                                • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                  ziggy4711

                                                                  Das Unternehmen hat sich aufgeteilt in Comcast und XFinity. XFinity scheint das operative Geschäft mit den Kabelkunden (HW und SW, TV, Internet, Streaming) übernommen zu haben, mit denen habe ich immer zu tun, Comcast erscheint als Logo vor vielen Filmen, wohl mehr Filmgeschäft.

                                                                  Ob es so ist, es ist nur eine Vermutung, deutet aber Vieles darauf hin...

                                                              • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                klausi67

                                                                Fox > Comcast. Im Übernahmekampf um Sky Europe wird Rupert Murdochs 21st Century Fox nachlegen und ein Angebote abgeben, dass den Wert von Sky auf 25 Mrd Pfund taxieren wird. US-Kabelgigant Comcast hat 12,50 Pfund pro Aktie geboten – Fox‘ Angebot soll sich knapp oberhalb des aktuellen Börsenkurses von 14,65 bewegen.

                                                                Die Übernahme von Sky Europe ist nur Teil eines größeren Übernahmekampfs rund um die 21st Century Fox von Seiten Disneys und Comcast. Qu: Financial Times (Paywall?)

                                                                es geht weiter

                                                                • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                  klausi67

                                                                  Fox will Comcast beim Rangeln um Sky wieder übertrumpfen

                                                                  London - Das milliardenschwere Ringen um Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox und dessen Beteiligung Sky geht weiter. Der US-Medienkonzern erhöhte wie erwartet sein Gebot für die Komplettübernahme des britischen Bezahlsenders Sky, wie die Unternehmen in London mitteilten.

                                                                   

                                                                   

                                                                  Auf Basis des neuen Angebots ist Sky mit 24,5 Milliarden britischen Pfund (27,7 Mrd Euro) bewertet. Nun ist der US-Kabelriese Comcast wieder am Zug, der auch um Sky pokert.

                                                                  Fox schraubte seine Offerte von 10,75 auf jetzt 14 Pfund je Aktie hoch - das Papier lag am Nachmittag jedoch mit knapp einem Prozent plus bereits bei 15,18 Pfund. Comcasts jüngstes Angebot steht derzeit noch bei 12,50 Pfund. Der Schritt von Fox war erwartet worden, allerdings war die Höhe des neuen Gebots noch unklar.

                                                                  Das Gerangel um Sky ist Teil einer größeren und komplexen Übernahmeschlacht. In den USA buhlen derzeit der Unterhaltungsriese Walt Disney und Comcast um den größten Teil des Medienimperiums von Murdoch. Der ist sich mit Disney eigentlich handelseinig, Fox soll für 71,3 Milliarden Dollar (61 Mrd Euro) unter dessen Konzerndach schlüpfen. Auch die US-Aufseher haben dem Deal unter Auflagen bereits zugestimmt. Doch Comcast überlegt einem Bericht der "Financial Times" zufolge, sein Angebot für Fox über 65 Milliarden Dollar noch einmal aufzustocken.

                                                                  Für Disney und Comcast gilt es, sich mit Inhalten gegen die immer schärfere Konkurrenz etwa vom Videostreaming-Dienst Netflix zu wappnen. Disney-Chef Bob Iger nannte dabei Sky ein "Kronjuwel" von Fox. Sky hat wertvolle Rechte wie etwa für Live-Übertragungen der englischen Fußball-Premier-League.

                                                                  Formal sind sich Fox und das Sky-Management in Großbritannien auch einig - 39 Prozent von Sky gehören Murdoch bereits, Sky-Verwaltungsratsvize Martin Gilbert hieß das erhöhte Angebot des Großaktionärs am Mittwoch willkommen. Der Medientycoon will den Bezahlsender schon länger komplett schlucken. Das erste Übernahmeangebot lancierte Fox bereits im Dezember 2016. Die britischen Aufseher taten sich aber zunächst schwer, die Übernahme durch Fox durchzuwinken.

                                                                  Am Donnerstag wollen sich die britischen Behörden wieder zu dem Bieterkampf äußern. Die Medienmacht der Familie Murdoch soll auf der Insel nicht zu groß werden, hatte Ex-Medien- und Kulturminister Matt Hancock verfügt - der Nachrichtensender Sky News soll im Fall der Übernahme durch Fox daher vorher abgetrennt werden. Disney hatte angeboten, als Käufer dafür einzuspringen, und Hancock hatte angedeutet, dass seinen Einwänden damit genüge getan sein könnte.

                                                                    • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                      garffield

                                                                      Wenn so weiter geboten wird, geht die Sky-Aktie durch die Decke ... 50% sind fast schon erreicht...

                                                                       

                                                                      Unbenannt.JPG

                                                                      • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                        mthehell

                                                                        Und am Ende kommt ein kartellrechtlicher Kompromiss dabei raus:

                                                                        Disney bekommt Fox/21st Century in der bisherigen Konstellation komplett, weil sie ja die Sky News noch 15 Jahre unabhängig weiterführen werden, aber Comcast bekommt die Sky plc. Und weil die Telefon- und Kabelfirma eh nur scharf auf das Netz von Sky ist, verschachern sie die Fiction- und Sport-Lizenzen zurück an Disney, die diese dann in den neuen Disney "PG rated" Familien Streamservice ab 2019, Hulu und ESPN+ integrieren um sich auf der VoD-Seite zu stärken gegen die Konkurenz.

                                                                         

                                                                        Und der Rest der Sky-Gruppe steht mit ihrer englischen Kuh am Straßenrand, winkt Micky Maus, Murdoch und Roberts bei der Abfahrt nach und im Hintergrund hört man einen Schweizer: "Hoi, was isch nu mit üse Sky.ch, vormals HollyStar, odr?"

                                                                        • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                          blumenfreund

                                                                          Comcast legt nach:

                                                                          https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-07/44262674-comcast-uebertrumpft-fox-mit-hoeherem-angebot-fuer-tv-sender-sky-016.htm

                                                                          Im Wettbieten um die britische Sendergruppe Sky  will der US-Kabelriese Comcast  mit einer erhöhten Offerte Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox ausstechen. Comcast hob sein Angebot nach Angaben vom Mittwochabend (Ortszeit) von 12,5 auf nun 14,75 britische Pfund in bar pro Sky-Aktie an. Damit werde Sky insgesamt mit rund 26 Milliarden Pfund (29,4 Mrd Euro) bewertet. Comcast überbietet so den Mitbewerber Fox, der seine Offerte kurz zuvor von 10,75 auf 14 Pfund je Aktie erhöht hatte, womit Sky auf 24,5 Milliarden Pfund (27,7 Mrd Euro) taxiert würde. ….

                                                                            • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                              klausi67

                                                                              passend dazu die Meldung von FT

                                                                               

                                                                              Bieten um Sky geht weiter. Nach dem Rupert Murdochs 21st Century Fox (21CF) am Dienstag sein Angebot zur Übernahme von Sky Europe auf 14 Brit. Pfund pro Aktie erhöht hat, zog gestern Konkurrent Comcast nach und bietet nun 14,75 Pfund pro Aktie. Skys unabhängiges Komitee hat auch Comcasts neues Angebot einstimmig zur Annahme empfohlen. Qu: Financial Times.

                                                                          • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                            klausi67

                                                                            Nun hats auch mal DF zum Thema gemacht

                                                                             

                                                                            Bieterkampf um Sky: Comcast überbietet Fox schon wieder

                                                                            Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Das jüngste Angebot von Fox für den Bezahlsender Sky hat Comcast schon wieder übertroffen.

                                                                             

                                                                            Nächste Runde im Bieterkampf zwischen dem britischen Medienimperium Fox und dem amerikanischen Kabelnetzbetreiber Comcast. Letzere würden nach aktuellem Stand für den Bezahlsender Sky nämlich 14,75 Pfund in Bar auf den Tisch legen. Das überbietet den Vorschlag von Fox am vergangenen Mittwoch, der bei 14 Pfund lag (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Dadurch stieg die Bewertung von Sky auf etwa 29,4 Milliarden Euro.

                                                                            Der Streit um Sky läuft schon seit über einem halben Jahr. Fox hält zudem bereits 39 Prozent an Sky, die geplante Komplettübernahme scheiterte aber vorerst an den britischen Aufsichtsbehörden. Die hatten nun am gestrigen Donnerstag zwar grünes Licht gegeben, Comcast legte jedoch schnell ein neues Angebot nach.

                                                                             

                                                                            Im Dezember hatte Fox ein erstes Angebot in Höhe von 10,75 Pfund pro Aktie abgegeben, welches Comcast im April konterte. Fox zog am vergangenen Mittwoch nach, jetzt hat Comcast wieder die Nase vorn.

                                                                             

                                                                            Auch um Fox selbst wird derzeit heiß gehandelt. Um das Börsenverwirrspiel komplett zu machen kämpft Walt Disney derzeit wiederum mit Comcast um große Teile des Murdoch-Imperiums. Ausgang in beiden Fällen: Ungewiss.

                                                                            • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                              mthehell

                                                                              So, das Gerangel um 21st/Fox scheint sich erledigt zu haben:

                                                                              Comcast steigt aus Wettbieten um 21st Century Fox aus – Quotenmeter.de

                                                                               

                                                                              Ich zitiere nur den "spannenden" Teil:

                                                                              "An anderer Stelle stehen sich Disney und Comcast noch gegenüber. Comcast will nun mit aller Macht versuchen, alle Anteile an der europäischen TV-Gruppe Sky zu bekommen. Auch an dieser Stelle hatten sich Fox (und somit Disney) und Comcast zuletzt ein Wettbieten geliefert. Der Wert von Sky plc beläuft sich mittlerweile auf mehr als 25 Milliarden Euro.

                                                                              Dem Erwerb von Sky gilt seitens Comcast nun die volle Konzentration. Ob Comcast aber wirklich zum Zuge kommt, oder ob letztlich Disney auch hier der Gewinner sein wird, könnte eventuell erst in den nächsten Wochen oder Monaten fixiert sein."

                                                                               

                                                                              Anm.: Ich habe ja geschrieben, Comcast will wahrscheinlich in erster Linie das britische Netz von Sky, weil das wirklich interessant ist für den Netzbetreiber & Provider. Könnte ja auch sein, dass man dahingehend einen heimlichen Deal gemacht hat und sich Comcast deshalb aus der 21st/Fox-Wettbieterei heraus nimmt.

                                                                               

                                                                              Es bleibt zumindest spannend, was die Zukunft der Sky-Gruppe angeht...

                                                                                • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                                  mrb

                                                                                  mthehell schrieb:

                                                                                   

                                                                                  Anm.: Ich habe ja geschrieben, Comcast will wahrscheinlich in erster Linie das britische Netz von Sky, weil das wirklich interessant ist für den Netzbetreiber & Provider. Könnte ja auch sein, dass man dahingehend einen heimlichen Deal gemacht hat und sich Comcast deshalb aus der 21st/Fox-Wettbieterei heraus nimmt.

                                                                                   

                                                                                  Es bleibt zumindest spannend, was die Zukunft der Sky-Gruppe angeht...

                                                                                   

                                                                                  • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                                    mthehell

                                                                                    Heute mal Personalplanung bei Disney: Disney will die Geschicke seines TV-Geschäfts an Fox-Köpfe abgeben – Quotenmeter.de

                                                                                     

                                                                                    "21st Century Fox hat sich im Juni für die Übernahme weiter Unternehmensteile durch die Walt Disney Company ausgesprochen, einen Monat später hat zudem die Comcast-Geschäftsführung öffentlich bekannt gegeben, nicht weiter zu versuchen, diese Fusion zu verhindern und selber 21st Century Fox zu übernehmen. Somit ist die Megafusion quasi abgemachte Sache – durchgeführt ist sie aber noch lange nicht. Dies soll Branchenexperten zufolge noch mindestens ein Jahr dauern. Dennoch werden bei Disney bereits Pläne geschmiedet, wie das Unternehmen umstrukturiert wird, sobald der Deal fertig ist.

                                                                                     

                                                                                    Laut des US-Branchenblogs 'Variety' soll nach der Disney/Fox-Fusion Ben Sherwood, derzeit der Leiter der Disney/ABC Television Group, seinen Posten abgeben und an eine andere Stelle der Disney Company versetzt werden. Seine Nachfolge sollen zwei Köpfe aus der Fox-Familie antreten: Peter Rice, Präsident von 21st Century Fox, und Dana Walden, Vorsitzende der Fox Television Group. Walden würde sich um die Leitung von ABC, dem Kabelsender Freeform und um das Geschäft mit den Fernsehproduktionen kümmern.

                                                                                     

                                                                                    Rice wäre ihr Vorgesetzter und Disneys Fernsehgeschäft in seiner Gesamtheit übersehen – mit Ausnahme des ins Trudeln geratenen Goldesels ESPN. Diese Personalien sind allerdings noch in der Planphase – laut 'Variety' wurden die entsprechenden Verträge noch nicht aufgesetzt, Verhandlungsgespräche würden aber sehr gut laufen. Rice und Walden hätten das erklärte Ziel, Dsneys ABC Studios in Kombination mit 20th Century Fox Television zu einem gefragten und fähigen Programmlieferanten für eine Vielzahl an Sendern und Plattformen zu gestalten – darunter Disneys Streamingplattform, und Hulu (das Disney nach der Fox-Übernahme zu 60 Prozent kontrollieren würde), aber auch dritte Anbieter."



                                                                                    Neulich war ja auch schon der "neue Boss"von AT&T bei HBO und hat von klaren Konzeptänderungen gesprochen: HBO soll sich ändern - DWDL.de

                                                                                     

                                                                                    (Ich erinnere: AT&T hat im Juni Time Warner, wo auch HBO zu gehört, übernommen und streitet noch immer mit der US-Regierung über die Rechtmäßigkeit der Fusion. In erster Instanz hat sich aber AT&T durchgesetzt).

                                                                                     

                                                                                    "Dort (bei HBO) hatte John Stankey, der bei AT&T das Medien-Geschäft verantwortet, in dieser Woche einen Antrittsbesuch - und forderte deutliche Änderungen in der Ausrichtung von HBO.

                                                                                    Der Sender müsse künftig deutlich mehr Zuschauer ansprechen, die derzeitige Markt-Penetration von 35 bis 40 Prozent sei nicht genug. In seinen Augen wirft HBO auch zu wenig Gewinn ab. Man müsse die Zuschauer dazu bringen, nicht einige Stunden in der Woche HBO-Inhalte zu schauen, sondern mehrere Stunden am Tag.

                                                                                    Das läuft allerdings der Strategie zuwider, sich auf weniger, herausragende Produktionen zu beschränken, wofür die Macher ungewöhnlich viel Zeit und Freiheiten bekommen - seit jeher eigentlich das Erfolgsrezept. Stattdessen müsste also deutlich mehr produziert werden.

                                                                                    Ein Vorbild ist dabei Netflix, das neben Prestige-Produktionen auch eine enorme Quanität an Inhalten produziert.


                                                                                    In jedem Fall stimmte er die Mitarbeiter auf ungemütlichere Zeiten ein: "Ihr werdet sehr hart arbeiten müssen und das nächste Jahr wird sich ein bisschen anfühlen wie eine Geburt. Ihr werdet irgendwann zurück blicken und glücklich darüber sein - aber es wird sich nicht so anfühlen, wenn ihr mittendrin seid."

                                                                                    Der Gute Aspekt, der sich darin versteckt: AT&T will keinen Sparkurs bei HBO, sondern dürfte den Etat noch aufstocken, wenn man die Ankündigungen in die Tat umsetzen will."

                                                                                    • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                                      blumenfreund

                                                                                      Geht das Wettbieten um Sky zu Ende? – Quotenmeter.de

                                                                                      21st Century Fox muss bis Donnerstag ein neues Angebot für Sky vorlegen, ansonsten könnte Comcast das Unternehmen bekommen.

                                                                                    • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                                      garffield

                                                                                      Ab 2019 werden keine Disney-Filme mehr auf Netflix veröffentlicht.

                                                                                       

                                                                                      Disney bereitet den Start des eigenen Streamingdienstes vor. Dafür müssen alle Filme aus eigenem Hause von Netflix verschwinden. Captain Marvel macht den Anfang.

                                                                                      Walt Disney Studios wird ab nächstem Jahr keine Kinoveröffentlichungen mehr auf Netflix bereitstellen lassen. Der Streamingdienst war lange Zeit eine wichtige Anlaufstelle für die Heimkino-Veröffentlichung von unter anderem Marvel- und Star Wars-Produktionen. Laut eines detaillierten Artikels der New York Times zum geplanten Streaming-Dienst von Disney wird ab Captain Marvel im März 2019 kein von Disney in die Kinos gebrachter Film mehr auf Netflix veröffentlicht. Was Marvel-Produktionen angeht, wird Ant-Man and the Wasp der letzte Film sein.

                                                                                       

                                                                                      Disney sagt Netflix den Kampf an

                                                                                      Disney hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Partnerschaft mit Netflix aufzulösen und sämtliche Filme des Studios bis 2019 zu entziehen, um sie auf dem eigenen Streamingdienst zur Verfügung zu stellen. Weil es allgemein noch sehr wenig Informationen über diesen neuen Streamingdienst gibt, ist es auch noch nicht klar, inwiefern Nutzer in Deutschland von dem Strukturwechsel betroffen sind. Es kann durchaus sein, dass Disney den Streamingdienst erst einmal in den USA laufen lässt und Netflix die europäischen Rechte an den Filmen vorerst behalten kann. Eine Expansion nach Europa dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein.

                                                                                       

                                                                                      Ab 2019 werden keine Disney-Filme mehr auf Netflix veröffentlicht News | moviepilot.de

                                                                                        • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                                          mthehell

                                                                                          Auch wenn die "News" neu ist, der Inhalt ist seit 2 Jahren bekannt.

                                                                                          • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                                            mthehell

                                                                                            Passend zur Meldung von morgens: Sollen «Die Simpsons» dem Disney-Streaming-Dienst helfen? – Quotenmeter.de

                                                                                             

                                                                                            "Am Rande der (von Analysten als etwas enttäuschend eingeordneten) Quartalszahlen von Disney hat CEO Bob Iger auch Stellung genommen zum Fortschritt der Entwicklung des neuen Disney-OTT-Services, der es ab 2019 mit Anbietern wie Netflix aufnehmen soll. Der Disney-Dienst ist noch immer nicht offiziell getauft worden, allerdings glauben einige US-Portale, dass sich Iger während der vergangenen Disney-Anlegerkonferenz verplappert hat. Während dieser sagte er nämlich, dass es zusätzlich zum Sport-Streamingdienst ESPN+ noch "wie ich mal sagen will: Disney Play" gibt. Parallel zu diesen beiden Angeboten profitiert der Disney-Konzern zudem von Hulu: An dem US-Portal hält Disney nach dem Fox-Deal 60 Prozent. Aber zurück zu "Disney Play" (sofern sich der Disney-CEO denn wirklich verplappert hat): Iger erklärte, dass man dort zunächst weniger Inhalte habe als etwa Netflix, das würde sich aber auch am Preis zeigen. Heißt: "Disney Play" wird im direkten Vergleich günstiger sein.

                                                                                             

                                                                                            Inhaltlich setzt man unter anderem auf neue Eigenproduktionen, die zumeist bereits bestehende Franchises weiterspinnen. So ist gerade eine 100 Millionen US-Dollar teure «Star Wars»-Serie für "Disney Play" in Arbeit. Weitere neue Exklusivtitel wie eine «Monster AG»-Serie und ein «High School Musical»-Spin-off sind in Vorbereitung. Inhalte von National Geographic könnten ebenfalls zum Disney-Dienst wandern. Darüber, wie solche Fox-Marken wie «Die Simpsons» nach dem Abschluss der Disney-Fox-Übernahme über die Streamingwelt verteilt werden, machte Iger derweil keine Angaben. 'The New York Times' berichtet unter Berufung auf Disney-interne Quellen allerdings, dass der Animations-Hit wahrscheinlich bei Hulu geparkt wird, statt beim Streamingdienst mit dem Disney-Markennamen. "Zahmere" Fox-Familienfilme dagegen könnten eher ins Disney-Streaming-Portfolio übergehen.

                                                                                             

                                                                                            Die letzten Worte sind aber noch nicht gesprochen, also bleibt es weiter ein Ding der Möglichkeit, dass sich Bart Simpson und Winnie Puuh bei "Disney Play" bald Seite an Seite der Kundschaft präsentieren. Während der Präsentation der Quartalszahlen gab der Konzern zudem bekannt, im zweiten Quartal seinen Gewinn um 2,9 Milliarden Dollar (also um 23%) gesteigert zu haben. Die Börse zeigte sich nicht zufrieden, Anleger hatten mit noch mehr gerechnet. Der Umsatz von Walt Disney lag zwischen April und Juni 2018 bei sagenhaften 15,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von sieben Prozent."

                                                                                             

                                                                                            Wie ich schon mal angemerkt habe, wird das kein "Konkurrent" von NF, sondern ergänzt den Markt um ein familienfreundliches Angebot für wenig Geld.

                                                                                          • Re: Wird "Micky Maus" neuer Sky-Boss..?
                                                                                            klausi67

                                                                                            ES geht zum Finale

                                                                                             

                                                                                            Final Countdown. Das Bieterduell um Sky Europa zwischen Murdochs 21st Century Fox (21CF) und dem US-Kabelgiganten Comcast, geht in die letzte Woche.

                                                                                            Nach britischen Gesetzen startete mit dem ersten Angebot der 21CF Anfang August ein Zeitraum von 46 Tagen, innerhalb dessen Angebote abgegeben werden können. Am 22ten September, Samstag in einer Woche, läuft die Frist ab.

                                                                                            Läuft die Frist ab, ohne das eine der beiden Firmen ein offizielles, sogenanntes „best and final“ Angebot bei der britischen Behörde für Übernahmen, dem „Takeover Panel“ abgegeben hat, wird eine Versteigerung durchgeführt. Ausgangspunkt der Versteigerungs-Modalitäten sind vom „Takeover Panel“ festgelegte Regeln, die aber von involvierten Parteien gemeinsam angepasst werden können. Qu: Financial Times [1], [2]