7 Antworten Neueste Antwort am 30.01.2016 22:31 von Janet H. RSS

    Automatische Verlängerung bei telefonischer Falschauskunft

      Hallo zusammen,

       

      ich möchte hier mal kurz eine Situation schildern, die ich momentan mit Sky erlebe. (Ich hoffe der Text wird nicht zu lange)

      Vorab muss ich sagen, dass ich nun schon ein paar Jahre Sky Kunde bin und bisher mit allem (auch dem Service) sehr zufrieden war und ich vor hatte Sky noch weitere Jahre als Kunde erhalten zu bleiben.

      Im Februar 2015 habe ich nachdem ich meinen alten Vertrag gekündigt habe ein Angebot erhalten, was mich für 12 Monate 34,99€ kostet. Dieses habe ich angenommen und habe mich beim telefonischen Vertragsabschluss danach erkundigt, ob der Vertrag tatsächlich nur 12 Monate läuft und sich  nicht automatisch verlängert, weil das ja bisher immer so war. Nun nach Aussage am Telefon ginge es tatsächlich nur um die 12 Monate. Ich war selbst überrascht, dachte aber, dass Sky evtl. im kommenden Jahr die Preise anheben möchte oder andere Änderungen im Geschäftsmodell vornimmt und deshalb von sich aus die Vertragslaufzeit auf 12 Monate festlegt, ohne die Verträge im Folgenden zu deutlich höheren Preisen zu verlängern wenn der Kunde nicht kündigt. Bei Vertragsabschluss war für mich also mündlich alles geklärt. Offensichtlich habe ich eine Vertragsbestätigung per E-Mail erhalten, welche allerdings im Spam Ordner gelandet sein muss und ich sie somit auch nie geöffnet habe.

      Hier muss ich meinen Teilfehler eingestehen. Ich hätte mich nicht auf die mündliche Aussage verlassen dürfen, sondern hätte die Bestätigung gegenprüfen müssen. Als ich eine Mail erhielt zur Preisanpassung ab März 2016 (wo mein Vertrag eigentlich hätte beendet sein müssen) habe ich folgende Nachricht an Sky übermittelt:


      Guten Tag,

       

      heute habe ich per Mail die Mitteilung von Ihnen erhalten, dass sich meine Abokosten ab dem 01.03.2016 um 3€ erhöhen. Der Sinn erschloss sich mir nicht ganz, da ich vor Kurzem noch im Kundencenter das Ablaufdatum meines Vertrages geprüft habe und ich somit sicher war, dass mein Vertrag sowieso zum 01.03.2016 endet. Dennoch habe ich mich heute ins Kundencenter eingeloggt und musste erschrocken feststellen, dass ab dem 01.03.2016 zwölf Folgemonate eingetragen waren. Nahezu panisch rief ich direkt bei Ihrer Hotline an und schilderte dem wirklich netten Mitarbeiter, dass ich angenommen hatte, dass der Vertrag nach 12 Monaten Laufzeit endet und nicht verlängert wird. Wir erörterten in dem Gespräch, dass ich den Vertrag doch wie jedes Jahr hätte kündigen müssen, da aus der Bestellbestätigung (die er mir vorlas) hervorging, dass sich der Vertrag bei nicht Kündigung um weitere 12 Monate zum vollen Preis verlängert. Da ich während des Gesprächs erst einmal etwas überfordert war, verblieb ich nun so, dass der Fehler wohl bei mir liegt und ich nun eben Pech habe.

      Allerdings erinnere ich mich an ein Gespräch mit einer Sky-Mitarbeiterin vor einigen Wochen. In diesem Gespräch wollte mir die Mitarbeiterin Sky Entertain bzw. eine Zweitkarte schmackhaft machen. Ich war sehr zufrieden mit meinen Paketen und hatte somit kein Interesse. Da ich nun aber schon einmal mit einer Mitarbeiterin sprach erkundigte ich mich kurz nach meiner Vertragslaufzeit. Nachdem ich dann sagte, dass mein Vertrag ja sowieso automatisch Ende Februar endet und mir das nicht verneint wurde, war ich der Annahme, dass alles seine Korrektheit hat und ich dieses Mal nicht wie sonst kündigen muss. Offensichtlich gab es hierbei ein großes Missverständnis, wobei ich nun der Leidtragende bin. Da ich die Vertragsbestätigung nicht mehr habe, habe ich mich auf das Gespräch verlassen, was mir nun zum Verhängnis werden könnte.

      Des Weiteren war es sehr Irreführend für mich, dass im Dezember letzten Jahres im Kundencenter der 01.03.2016 als Vertragsende angezeigt wurde. Ich möchte außerdem betonen, dass ich noch nie eine Kündigungsfrist versäumt habe, da ich diese immer sehr sorgfältig im Kalender eintrage, was die Sache umso ärgerlicher macht.

      Ich war und bin prinzipiell sehr zufrieden bei Sky als Kunde, aber hier bitte ich um etwas Nachsicht. Andernfalls werde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im darauffolgenden Jahr kein Kunde mehr bei Ihnen sein, was ich selbst nicht bevorzugen würde.

       

      Als Antwort darauf erhielt ich:

       

      Sehr geehrter HERR BENS,

       

      vielen Dank für Ihre Mitteilung. Bitte entschuldigen Sie, dass sich unsere Antwort auf Ihr Anliegen verzögert hat.

       

      In Ihrer Vertragsbestätigung vom 2. Februar 2015 ist festgehalten, dass Ihr gewähltes Angebot ab der Aktivierung für zwölf Monate zum Vorteilspreis von 34,99 Euro monatlich gültig ist. Nachdem wir innerhalb der benannten Vertragslaufzeit beziehungsweise der geltenden Fristen weder einen Änderungs- noch einen Beendigungswunsch erhalten haben, erfolgte eine automatische Vertragsverlängerung um weitere zwölf Monate zu unseren Standardkonditionen.

       

      Wir wünschen Ihnen eine schöne Woche und senden beste Grüße nach HOCKENHEIM.

       

      Mit freundlichen Grüßen

       

      Es wurde überhaupt nicht darauf eingegangen, was ich geschildert habe. Die Antwort wurde einfach via Copy/Paste erstellt, was mich persönlich jetzt schon ein wenig ärgert. Nach wie vor muss ich eingestehen, dass eine gewisse Teilschuld bei mir liegt. Ich hätte das schriftliche überprüfen sollen. Aber aufgrund von Falschaussagen getäuscht zu werden ist schon sehr dreist und die einzige logische Konsequenz die ich daraus ziehen muss, ist dass ich nach diesem Jahr nie wieder einen Vertrag mit Sky eingehen werde. Ich glaube man muss nicht Mathematik studiert haben, um sich auszurechnen, dass ich als bleibender Kunde sicherlich mehr Einnahmen für Sky darstelle, als wenn ich dieses eine Jahr noch absitze und Sky dann den Rücken zuwende...

        • Re: Automatische Verlängerung bei telefonischer Falschauskunft
          ibemoserer

          Du hast mehrere Fehler begangen willst Sky aber jetzt als Buhmann hinstellen.

           

          dann sag ich nur   By By

          • Re: Automatische Verlängerung bei telefonischer Falschauskunft
            4711

            Bei Sky gibt es keine Nachsicht bzw. Kulanz.

            Falschberatung gehört mittlerweile dazu. Egal wie, Haupsache der Kunde verlängert. Was nicht passt wird später passend gemacht

            • Re: Automatische Verlängerung bei telefonischer Falschauskunft

              Mein Tipp:

              Schicke noch im Januar eine "hilfsweise Kündigung" des aktuellen Vertrags an Sky, per Telefax mit Sendeprotokoll.

               

              Teile mit, dass dein Vertrag nach telefonischer Absprache nur für 12 Monate laufen sollte, ohne automatische Verlängerung. Dass du jetzt überraschenderweise eine andere Information von Sky erhalten hast. Daher kündigst du hilfsweise den Vertrag zum 29.02.2016.

              Da der Vertrag telefonisch abgeschlossen wurde und dir die AGB nicht vorgelesen wurden, auch im Telefonat kein Hinweis auf AGB erfolgten, gehst du von einer Kündigungsfrist von vier Wochen aus.

               

              Bitte die Kündigung absenden. Auch wenn Sky es erst einmal nicht einsieht, schadet dein Schreiben ja nicht, und du hast für 28.02.2017 schon mal auch gekündigt. Ohne wirksam eingebundene AGB (das muss Sky beweisen!) beim Vertragsschluss direkt hast du auch keine vereinbarte Kündigungsfrist!

              (In der Regel sind in der Auftragsbestätigung keine AGB beigefügt, aber egal, was da nachträglich kommt, ist als wirksame Einbindung der AGB sowieso zu spät.) Mach mal, gern auch mehr Infos per PN...

               

              Aber vielleicht hilft hier ja vermittelnd ein Moderator, bevor man einen Kunden verliert durch Kündigung.

               

              P.S.

              Auch wegen der Preiserhöhung kannst du zum 01.03.2016 außerordentlich (hilfsweise) kündigen, denn eine Preiserhöhung muss kein Kunde akzeptieren im laufenden (automatisch angbelich verlängerten) Vertrag. Sky macht es trotzdem, weil in den Sky-AGB ein Vorbehalt für eine Preiserhöhung bis zu 5 % formuliert ist. Da du aber einen Vertrag ohne AGB abgeschlossen hast telefonisch, gilt diese Preisanpassungsklausel nicht für Dich!

              Lass Dir nicht von anderen irgend etwas einreden, schick eine PN. Vor Gericht ist geklärt, dass Sky bei telefonischen Verträgen keine AGB wirksam eingebunden hat. Bis zur Klärung zahlst du unter Vorbehalt dein Abo weiter, später kannst du Geld zurückfordern.

              AGB aus früheren Verträgen interessieren rechtlich nicht, die Kündigungsgristen haben sich bei Sky auch schon mehrfach geändert. Eine telefonische "Verlängerung" ist ein neuer Vertrag.

              • Re: Automatische Verlängerung bei telefonischer Falschauskunft

                Hallo inaktiv233,

                 

                entschuldige, dass Du jetzt erst eine Reaktion auf Deinen Beitrag erhältst.

                 

                Das Online-Kundencenter zeigt Dir immer das jeweilige Ende der Laufzeit an. Wird ein Vertrag verlängert, dann aktualisiert sich auch das Datum. Die vertraglichen Modalitäten haben sich in den letzten Jahren nicht verändert. Erfolgt keine schriftliche Mitteilung zum Austrittswunsch bis zum Ablauf der Frist, dann verlängert sich der Vertrag.

                 

                Natürlich ist Kommunikation in jeder Situation immer eine Herausforderung. Es ist nur schade, dass letztlich das Missverständnis zu den beschriebenen Unannehmlichkeiten geführt hat. Ich finde es schwierig in Deiner Situation einen Schuldigen zu suchen und zu finden.

                 

                Auch wir Mod's können uns über vertragliche Bestimmungen nicht hinwegsetzen, dennoch komme ich Deinem Wunsch per privater Nachricht gerne nach und schaue mir Deine Vertragsunterlagen an.

                 

                Viele Grüße,

                Janet

                 

                MODEDIT: Vertragsprüfung erfolgt.