7 Antworten Neueste Antwort am 13.11.2017 18:15 von mthehell RSS

    Sky: "Über 90 Prozent unserer Zuschauer schauen noch linear"

    immerpower

      Das TV-Verhalten deutscher Zuschauer ändert sich langsamer als zunächst gedacht. So würden laut Sky-Programmchef Gary Davey trotz Sky Go und Sky Anytime immer noch mehr als 90 Prozent der Abonnenten ihr TV-Programm linear schauen.

       

      Video on Demand wird immer populärer. Zu den größten Anbietern von TV-Diensten, die über das Internet verbreitet werden, gehört in Deutschland der Pay-TV-Anbieter Sky. So gehören etwa die Abruf-Angebote Sky Go und Sky Anytime, die von einer Vielzahl der Abonnenten genutzt werden, zu den reichweitenstärksten On-Demnad-Diensten des Landes.

       

      Trotzdem dominiert auch bei Sky nach wie vor die lineare Nutzung der Inhalte. Wie Sky-Programmchef Gary Davey im Rahmen der Medientage München erklärte, schauen über 90 Prozent der Abonnenten ihr TV-Programm immer noch linear. Dies gelte nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Sky-Schwester BSkyB in Großbritannien. 

       

      "Wir beobachten zwar, wie sich das Verhalten der Zuschauer ändert und diese mehr und mehr non-lineare Inhalte nutzen, aber dies geschieht viel langsamer als wir ursprünglich gedacht hätten", so Davey.

       

       

      Quelle: http://www.digital-eliteboard.com/content.php?r=5269-Sky-%DCber-90-Prozent-unserer-Zuschauer-schauen-noch-linear

        • Re: Sky: "Über 90 Prozent unserer Zuschauer schauen noch linear"
          lheo

          och Anytime ist schon ne feine Sache, vor allem für alle mit Schnarchlangsaminternet...ich hoffe das Sky das ausbaut (gibt ja mittlerweise auch schon größere Festplatten als 2 Tb^^)

          • Re: Sky: "Über 90 Prozent unserer Zuschauer schauen noch linear"

            Sorry wenn ich frage. Was ist Sky Go und Sky Anytime?

             

            mfg

            • Re: Sky: "Über 90 Prozent unserer Zuschauer schauen noch linear"
              mike79

              Um meinen Senf auch mal hinzu zu geben:

              Natürlich schauen 90% der Skykunden noch linear. Weil sie das Angebot gar nicht non-linear nutzen könnten, selbst wenn sie wollten.

               

              Im Vergleich zum Mitbewerb ist Sky hier außerordentlich schlecht aufgestellt. Endgeräte werden de facto kaum unterstützt. Während man direkte Konkurrenz wie Watchever oder Netflix durchgängig auf nahezu allen Plattformen (Android, Windows Phone, Windows8, XBox 360, XBox One, PS3, PS4, Netflix sogar auf Exoten wie WDTV!) nutzen kann, verharrt Sky weiterhin bei ihrer iPhone/iPad-Only Strategie. Selbst die XBox 360 App wurde seit bald zwei Jahren nicht mehr weiterentwickelt.

               

              Wir würden ja sogar zusätzlich zum Sky-Vollabo sogar noch Snap hinzubuchen, wenn wir es wenigstens nutzen könnten wann und wo wir wollen!

               

               

              Nein, ich werde mir keine Apple-Endgeräte extra für Sky zulegen. Und auch keine speziellen Samsung Modelle.

              Nein, ich werde mich nicht immer vor den PC setzen, wenn ich eine Serien-Folge on demand schauen möchte.

              Ja, ich möchte on demand auf meinem Fernseher im Wohnzimmer schauen können.

              Ja, ich möchte unterwegs auf meinem Windows Phone oder meinem Android (beides im Einsatz) schauen können.

              Ja, meine Frau möchte zuhause auf unserem Windows Tablet schauen können. In einer einfach zu bedienenden App.

              Davon abgesehen, dass Sky nicht mal ihre SkyGo-Webseite im Griff hat (vgl. Silverlight-Problematik).

               

               

              Die Konkurrenz bietet Plattformunabhängigkeit. Schon lange. Für einen Bruchteil des Preises. Stabil. Zuverlässig.

               

              Konsequenz für uns, die mittlerweile fast ausschließlich non-linear schauen? In einem Jahr wenn der Vertrag ausläuft nochmal proüfen, was Sky bis dahin an Endgeräten unterstützt. Sollten bis dahin nicht mindestens XBox One und mindestens Android (Hersteller unabhängig!) auf der Liste stehen, war es das. Dann sparen wir uns Sky einfach. Live schauen wir kaum noch und On Demand wird uns verweigert. Schenken werden wir Sky das Geld ohne Gegenleistung jedenfalls nicht.

               

              Die Konkurrenz ist, wie erwähnt, schon fast überall vertreten.

               

               

               


              PS:
              Bevor jemand auf die Idee kommt: Nein, wir werden nicht anfangen, Programmzeitschriften zu wälzen und herumprogrammieren. Wir schreiben das Jahr 2014, nicht 1989. Davon abgesehen, dass bsp. die Serienaufnahmefunktion bei Sky nicht durchgängig zuverlässig funktioniert und der Plattenplatz im Sky-Standardreceiver leider zur Hälfte mit für uns uninteressanten Murks blockiert wird. Wir wollen entscheiden, wann wir was sehen. Andere bieten mir diese Freiheit. Langsam aber sicher auch mit mehr Auswahl.

              • Re: Sky: "Über 90 Prozent unserer Zuschauer schauen noch linear"
                mecky79

                Ja kein Wunder der tolle sky+ Receiver kann ja auch nur linear. Sky Anytime ist in der derzeitigen Form der reinste Witz und skyGO ist nur auf wenige Endgeräte begrenzt. Viel weiter ist man da bei anderen Anbietern, die man nahezu auf fast allen Endgeräten findet. Aber Irgendwann kommt vielleicht der Tag wo man bei sky feststellt, Oh wir müssen unser Programm über mehrere Plattformen verbreiten. Nur wird es dann mit Sicherheit schon zu spät sein und der Großteil der nicht Fußballfans, hat Sky den Rücken gekehrt.

                • Re: Sky: "Über 90 Prozent unserer Zuschauer schauen noch linear"
                  mthehell

                  Ich musste einfach mal diesen Thread von 2014 hervor kramen - passt gut um zu sehen, was sich in nur 3 Jahren getan hat:

                   

                  Streaming: Die Enkel zahlen gern, Omas und Opas knausern eher

                   

                  Ganz gleich ob Musik, Sport, Serien oder Filme: Streaming entwickelt sich mehr und mehr zum Massenmarkt. Die Online-Studie von ARD und ZDF aus dem Herbst 2017 bestätigt diesen Trend mit aktuellen Zahlen. So wurde beispielsweise ermittelt, dass bereits 23 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal wöchentlich Video-Streaming-Dienste nutzen.

                  Dies bedeutet eine Steigerung von 92 Prozent im Vergleich zu 2016. Auch bei der Nutzung des TV-Geräts lässt sich die Entwicklung zu mehr Streaming mittlerweile deutlich erkennen. Eine Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbHvon Mitte 2017 belegt, dass 56 Prozent der Smart-TV-Nutzer mit ihrem Gerät Video-Streaming-Angebote abrufen.

                  Gleichzeitig fällt auf: Je jünger der „Fernseher“, desto intensiver sein Zugriff auf Streaming-Portale. 74 Prozent der 16 bis 39-Jährigen sind sozusagen Stammkunden. Bei den 40 bis 59-Jährigen beträgt der Anteil noch 48 Prozent, in der Altersgruppe ab 60 streamen lediglich noch 35 Prozent der Nutzer.

                  Auf Streaming-Angebote zuzugreifen bedeutet logischerweise auch, dass die Zuschauer seltener zu den festgelegten Sendezeiten einschalten. Die generelle TV-Nutzung leidet darunter allerdings nicht, vor allem bei jungen Leuten trifft das Gegenteil zu.

                  59 Prozent der 16 bis 39-Jährigen gaben an, nun mehr Zeit vor dem TV zu verbringen, da sie mit den vernetzten Gerätenhäufiger für sie passende Sendungen finden. Die steigende Nutzung von Streaming-Diensten ist vor allem auf die zunehmende Individualisierung des Medien-Konsums zurückzuführen.

                  Die Konsumenten lassen sich keine fixen Sendezeiten mehr vorschreiben, Wartezeiten werden seltener in Kauf genommen. Stattdessen wollen die Nutzer Startzeitpunkt und Nutzungsdauer sowie den Inhalt weitestgehend selbst bestimmen.

                  Die damit verbundenen Kosten nehmen gerade die jungen Zuschauer gerne in Kauf: So gaben 59 Prozent der 16 bis 39-Jährigen an, generell bereit zu sein, für Programminhalte zu bezahlen. Zum Vergleich: in der Altersgruppe 60+ liegt diese Bereitschaft nur bei 16 Prozent.


                  Der klassische Fernsehzuschauer, der auf einen bestimmten Inhalt wartet und sich nach der Sendezeit richtet, beziehungsweise das Programm im Zweifel selbst aufzeichnet, ist immer mehr im Rückzug begriffen. Stattdessen wird vermehrt auf Streaming-Angebote zurückgegriffen, mit welchen der gewünschte Inhalt direkt abgerufen werden kann. Dies zeigt sich auch an der hohen Nutzung von Mediatheken des linearen Fernsehens, auf welche 60 Prozent der Smart-TV-Nutzer regelmäßig zugreifen“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu.

                  Die Möglichkeit solcher individueller Nutzung ist bekanntlich nicht auf Video-on-demand beschränkt: Neben Mediathek- und Streaming-Angeboten existieren zahlreiche vergleichbare Formate auch für den Musikmarkt und die Sportübertragung, wie sich an der Vielzahl solcher Anbieter ablesen lässt.

                  „Wie das Video-Streaming, haben auch die Streaming-Angebote für Musik und Sport ähnliche Auswirkungen auf die linearen Formate: Sie sind eine Alternative zu klassischen Angeboten, wie zum Beispiel den Tonträgern, dem Radio oder den Live-Sportübertragungen im TV“, fasst Hans-Joachim Kamp die Entwicklung weiter zusammen.

                   

                   

                  Mal sehen, was 2020 für ein Artikel hier angehängt werden kann...